Der bevorstehende Ablauf des FIFA-Ultimatums am Montag um 18 Uhr hat in Nigerias Verband (NFF) verzweifeltes Handeln ausgelöst.

Mit der Entlassung von Präsident Sani Lula und zwei weiteren Funktionären wurde versucht, Staatspräsident Goodluck Jonathan zum Einlenken zu bewegen. Wegen der Einmischung der Politik in sportliche Belange droht Nigeria der Ausschluss aus der FIFA. Jonathan, der das Team für die nächsten zwei Jahre von allen internationalen Wettbewerben ausgeschlossen hat, muss seinen Entscheid rückgängig machen, um die Verbannung des nigerianischen Verbandes aus der weltweiten Fussball-Familie zu verhindern.

Neben dem Verbandspräsidenten wurden in der Blitzaktion im Vizepräsidenten und einem Mitglied der technischen Kommission zwei weitere "Bauernopfer" gefunden.

Die übrig gebliebenen Funktionäre baten Jonathan anschliessend inständig, "den Entscheid der Regierung, die Nationalmannschaften für zwei Jahre von allen internationalen Wettbewerben auszuschliessen, noch einmal zu überdenken". Neben den personellen Veränderungen versprach der NFF dem aufgebrachten und offenbar noch nicht handlungsbereiten Staatspräsidenten zudem, "rasche Schritte einzuleiten, um die schlechte Organisation des Fussballs in Nigeria zu verbessern".

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