Mit dem Match Paraguay - Spanien (20.30 Uhr) werden heute abend die WM-Viertelfinals abgeschlossen. Es kommt zum dritten Duell zwischen Südamerika und Europa.

"Wir wollen Geschichte schreiben", sagen die beiden Trainer Gerardo Martino und Vicente Del Bosque unabhängig voneinander vor dem dritten WM-Duell der beiden Länder. 1998 hatten sich die Teams torlos getrennt, vier Jahre später siegte Spanien ebenfalls in der Vorrunde dank zwei Treffern von Fernando Morientes 3:1. Bereits damals mit dabei waren Roque Santa Cruz und Carlos Bonet sowie Iker Casillas und Carles Puyol.

Für beide Teams wäre die Qualifikation für die Halbfinals eine Premiere. Paraguay spielt bei seiner achten WM-Teilnahme das erfolgreichste Turnier der Geschichte. Nie zuvor kam die "Albirroja" über die Achtelfinals hinaus. Spanien belegte zwar 1950 an der Endrunde in Brasilien Platz 4, damals wurde die Finalrunde aber nicht im K.o.-System gespielt.

Paraguay vermochte in Südafrika vor allem in der Defensive zu überzeugen. Gegen Italien, die Slowakei, Neuseeland und Japan liessen die Südamerikaner nur einen Treffer zu, Torhüter Justo Villar ist seit 327 Minuten ohne Gegentor. Wenig in Erscheinung trat dafür die vor dem Turnier vielgelobte Offensive Paraguays. Noch keiner der vier Europa-Legionäre Lucas Barrios, Nelson Valdez (beide Dortmund), Oscar Cardozo (Benfica Lissabon) und Roque Santa Cruz (Manchester City) trafen bisher ins Netz.

Trotz Ladehemmung im Angriff befindet sich das Binnenland, das von Argentinien, Bolivien und Brasilien umgeben wird, im Ausnahmezustand. Tausende von Menschen feierten in den Strassen von Asuncion den Sieg im Penaltyschiessen gegen Japan überschwänglich, Präsident Fernando Lugo ordnete eine Party an und gab den Staatsangestellten einen halben Tag frei.

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