Fabian Cancellara ist im Maillot jaune des Gesamtersten Opfer eines Massensturzes 700 m vor dem Ziel der 1. Tour-de-France-Etappe in Brüssel geworden.

Der Berner kam glücklicherweise ohne gravierende Verletzungen davon. Jedenfalls erreichte der Zeitfahren-Olympiasieger das Ziel auf dem Rennvelo, nachdem der grosse Haufen entwirrt war. Dem Reglement entsprechend hat der Massensturz keine Auswirkungen auf das Gesamtklassement. Cancellara führt das Gesamtklassement weiterhin an.

Nach einem Schaufahren über die ersten 210 km inmitten von Hunderttausenden von Zuschauern belebte sich das Geschehen erst bei der Anfahrt zum Ziel. Bei einer Rechtskurve rund 3 km vor Schluss kam es zum Sturz mehrerer Fahrer, nachdem Mark Cavendish die Richtungsänderung offenbar nicht beachtet hatte. Neben dem Briten, der dringendst auf einen grossen Erfolg wartet, lag mit Oscar Freire ein anderer Anwärter auf den Etappensieg am Boden.

Rund 30 Fahrer spurteten schliesslich um den Tageserfolg. Schnellster war Alessandro Petacchi, der schon in der Tour de Suisse beim Massensturz in Wettingen Sieger geworden war. Für den 36-jährigen Italiener handelt es sich um den ersten Triumph in der Tour de France seit sieben Jahren. 2003 hatte Petacchi in den ersten sieben Tagen gleich vier Siege gefeiert. Weil "Ale-Jet" in seiner Karriere im Giro d'Italia zumeist ein Pflichtprogramm erfüllte, stand die Tour de France in seinem weiteren Saisonprogramm nicht zuoberst. Stattdessen gab der Italiener jeweils der Vuelta den Vorzug.

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