Der Star der WM-Schlussfeier hiess Nelson Mandela.

Der frühere Staatspräsident Südafrikas löste unmittelbar vor dem Final bei den knapp 85 000 Zuschauern im Soccer-City-Stadion von Johannesburg einen Sturm der Begeisterung aus.

Mandela, in Pelzmütze und Wintermantel gekleidet, wurde am Ende der Schlussfeier auf einem offenen Golf-Wägelchen in den Innenraum der Arena gefahren. Als er an der Seite seiner Frau mit einem strahlenden Lachen dem Publikum zuwinkte, reagierten die Anwesenden mit einer Standing Ovation. Hinterher soll er in sein Haus zurückgekehrt sein, um den Final Spanien - Holland vor dem Fernseher mitzuverfolgen.

Mandela und seine Familie hatten sich erst kurzfristig dafür entschlossen, dass der bald 92-jährige Volksheld und Friedens-Nobelpreisträger an der Schlussfeier teilnimmt. Es gab Bedenken wegen der Gesundheit. Ein Enkel Mandelas hatte der FIFA vorgeworfen, sie habe grossen Druck auf seinen Grossvater ausgeübt, damit dieser bei der Zeremonie erscheine.

Die Teilnahme an der Eröffnungsfeier vor einem Monat sagte Mandela ab, nachdem eine seiner Ur-Enkelinnen in der Nacht vor dem WM-Kickoff bei einem Autounfall ums Leben gekommen war.

Südafrika verabschiedete sich an der Schlussfeier mit Tanzeinlagen und einer Lichter-Show von der Fussball-Welt. Sängerin Shakira performte nochmals den offiziellen WM-Song "Waka Waka". Mit dem Hit "Siyabonga" der südafrikanischen Pop-Gruppe "Freshlyground" sagte eine stolze Regenbogen-Nation der Welt symbolisch "Danke". Die Party wurde via TV in rund 215 Länder übertragen.

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