Usain Bolt liess Asafa Powell beim Diamond-League-Meeting in Paris über 100 m keine Chance, siegte jedoch in einer für seine Verhältnisse bescheidenen Zeit. Für das Higlhight des Abends zeichnete Hürdensprinter David Oliver verantwortlich.

Die Spannung im gut gefüllten Stade de France war spürbar. Würde es dem Jamaikaner Asafa Powell gelingen, seinem Freund und Landsmann Usain Bolt die zweite Niederlage über 100 m nach jener im Juli 2008 in Stockholm zuzuführen und damit dessen 13 Rennen (nur Finals) dauernde Ungeschlagenheit auf dieser Strecke zu beenden?

Die Affiche hielt nicht, was sie versprochen hatte. Bolt musste sich bei einem Gegenwind von 0,3 m/s mit 9,84 begnügen, womit er zwei Hundertstel langsamer war als ihn Lausanne. Powell verlor sieben Hundertstel auf Bolt. Dritter wurde der Jamaikaner Yohan Blake, der mit 9;95 ebenfalls unter zehn Sekunden blieb. Der Franzose Christophe Lemaitre, der mit 9,98 offiziell als erster Weisser die 10-Sekunden-Marke geknackt hatte, wurde in 10,09 Fünfter.

Die Hoffnungen waren mehr als berechtigt, dass der amerikanische Hürdensprinter David Oliver für den ersten Weltrekord im Stade de France sorgen würde. Und beinahe wäre dem Olympia-Dritten die Premiere gelungen: Bei einem Rückenwind von 0,5 m/s verpasste er mit 12,89 Sekunden die Weltbestmarke des Kubaners Dayron Robles um lediglich zwei Hundertstel, was gleichbedeutend mit einer Jahresweltbestleistung war.

Für weitere Jahresweltbestleistungen sorgen Jeremy Wariner über 400 m in 44,49 Sekunden, Brimin Kiprop Kipruto über 3000 m Steeple in 8:00,90 Minuten und bei den Frauen Vivian Cheruiyot über 5000 m in 14:27, 41 Minuten sowie Anna Alminowa über 1500 m in 3:57,65 Minuten.

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