Die zweite Runde des 139. British Open der Golfprofis im schottischen St. Andrews musste am Freitag wegen zu starken Windes für längere Zeit unterbrochen und schliesslich spätabends wegen Dunkelheit abgebrochen werden. Die Fortsetzung ist für heute Samstagmorgen geplant.

Von den früh gestarteten Golfern, die noch bei günstigeren Bedingungen spielen konnten, nutzte der 27-jährige Louis Oosthuizen die Gunst der Stunde am besten. Der Südafrikaner, der im März in Andalusien sein erstes Turnier auf der Europa-PGA-Tour gewonnen hatte, liess seiner 65er-Auftaktrunde eine 67 (5 unter Par) folgen und erspielte sich damit einen Vorsprung von fünf und mehr Schlägen auf die ganze Konkurrenz von 156 Spielern.

Zahlreiche Protagonisten des ersten Tages erlitten dagegen schwere Rückschläge. Am schlimmsten erwischte es den 21-jährigen nordirischen Jungstar Rory McIlroy, der 17 Schläge (!) mehr benötigte als in der Auftaktrunde, die er mit 63 Schlägen als souveräner Leader abgeschlossen hatte. Im stürmischen Wind glückte ihm kein einziges Birdie; dafür aber fing er sechs Bogeys und ein Doppel-Bogey ein. Das amerikanische Enfant terrible John Daly, Dritter nach dem ersten Tag, fiel mit 76 Schlägen ebenfalls weit zurück. Tiger Woods rettete sich unmittelbar vor dem Abbruch mit einer 73er-Runde ins Klubhaus, die ihn mit nunmehr acht Schlägen Rückstand weiter hoffen lässt.

Beim Abbruch stand fest, dass unter zahlreichen anderen renommierten Golfern der Südafrikaner Ernie Els (British-Open-Sieger 2002) und der Ire Padraig Harrington (Sieger 2007 und 2008) den Cut für die beiden Finalrunden verpassen würden. Der Engländer Lee Westwood, der wohl grösste europäische Trumpf, brachte sich dagegen in eine günstige Position mit sechs Schlägen Rückstand auf den überraschenden Oosthuizen.

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