Keiner der meistgenannten Favoriten wird das 139. British Open der Golfprofis im schottischen St. Andrews gewinnen.

Vor der Schlussrunde führt nach wie vor der 27-jährige südafrikanische Überraschungsmann Louis Oosthuizen, nunmehr vier Schläge vor dem englischen Matchplay-Spezialisten Paul Casey. Alle übrigen sind um sieben und mehr Schläge distanzert.

Zu den Verlierern zählt insbesondere Tiger Woods. Der amerikanische Ausnahmekönner gewann die letzten beiden British Open im "Home of Golf" in St. Andrews (2000 und 2005), doch diesmal wird es ihm voraussichtlich nicht einmal für einen Platz unter den ersten fünf reichen. Schon in der zweiten Runde hatte er seine Chancen schwinden sehen, als er bei schier irregulären Bedingungen in heftigstem Wind mit einer 73er-Runde (1 über Par) viele Ränge einbüsste. Bei wesentlich besseren Bedingungen am Samstag konnte Woods nicht zusetzen. Sein Rückstand auf den drittplatzierten Deutschen Martin Kaymer beträgt bereits fünf Schläge.

Woods' Erzrivale Phil Mickelson, der US-Masters-Gewinner und Weltranglisten-Zweite, hatte schon zum Auftakt mit 73 Schlägen praktisch alle Chancen eingebüsst. Für Woods wird es bei 14 Majortiteln bleiben, für Mickelson bei vier.

Wie überraschungsreich das älteste Turnier der Welt bei seinem 150-Jahre-Jubiläum verläuft, zeigt die Tatsache, dass von den besten 17 Spielern nach drei Runden einzig der achtplatzierte Südafrikaner Retief Goosen schon Majortitel gewonnen hat (US Open 2001 und 2004).

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