Das 139. British Open im schottischen St. Andrews brachte eine der grössten Überraschungen der Golfgeschichte.

Der Nobody Louis Oosthuizen aus Südafrika deklassierte alle Stars um sieben und mehr Schläge.

Der 27-jährige Oosthuizen, der in seiner siebenjährigen Profikarriere erst einen nennenswerten Sieg errungen hatte (am Andalusien-Open im März dieses Jahres), startete am ältesten Golfturnier der Welt mit fünf Schlägen Vorsprung in die Schlussrunde. Anders als viele Aussenseiter, die einen grossen Triumph vor Augen haben, liess er sich nie nervös machen. Er spielte mit unglaublicher Sicherheit und Konstanz und baute seinen Vorsprung sogar noch deutlich aus.

Sämtliche Favoriten hatten das Nachsehen. So der Engländer Lee Westwood, der sich einmal mehr an einem der vier grossen Turniere mit dem 2. Platz zufriedengeben musste. Oder Tiger Woods, der trotz seines guten Auftakts am Donnerstag im weiteren Verlauf des Turniers nie mehr nahe an seinen 15. Majortitel herankam. Als 23. war Woods immerhin noch 25 Ränge besser als sein amerikanischer Erzrivale Phil Mickelson. Mickelson muss seinen Angriff auf Woods' Leaderstellung in der Weltrangliste weiter hinauschieben. Das 1860 erstmals ausgetragene British Open erlebte in seiner langen Geschichte kaum jemals derart viele Überrschungen wie in dieser Woche. Unter den besten 22 des Schlussklassements waren der Südafrikaner Retief Goosen als Sechster und der amerikanische Senior Tom Lehman als 14. die einzigen Spieler, die schon Majorturniere gewonnen hatten.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel