In Valencia und Silverstone hatte Peter Sauber zuletzt dank 14 gewonnenen WM-Punkten Grund zur Freude. Gefeiert wird bei Sauber auch an diesem Wochenende.

Anlässlich des Grand Prix von Deutschland in Hockenheim begeht Sauber Motorsport sein 40-jähriges Bestehen. Die beiden C29-Boliden von Pedro de la Rosa und Kamui Kobayashi werden einen entsprechenden Schriftzug tragen.

1970 entschied Peter Sauber, sich mit dem Bau von Rennsportwagen als selbständiger Unternehmer zu versuchen. Im Keller des Elternhauses in Zürich baute der damals 26-Jährige zusammen mit einem Kollegen den Sauber C1. Als Typenbezeichnung wählte er schon damals den ersten Buchstaben des Vornamens seiner Frau Christiane. "Hätten wir unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten geprüft, ob es sinnvoll ist, in der Schweiz Rennsportwagen zu bauen, dann hätte die Antwort nur 'nein' lauten können. Aber zum Glück siegt ja nicht immer die Vernunft", ist Sauber heute rückblickend der Ansicht.

1982 erhielt er von einem Schweizer Kunststoffunternehmen den Auftrag, ein Fahrzeug für die Sportwagen-WM zu bauen. In dieser Zeit entstand der Kontakt zu Ingenieuren bei Mercedes. Es war dies der Anfang einer mehrjährigen Zusammenarbeit. Seit einem verheerenden Unfall 1955 in Le Mans, der zu einem Verbot von Rundstrecken-Rennen in der Schweiz führte, waren auch bei Mercedes Motorsportaktivitäten tabu gewesen.

Ab 1985 verwendete Sauber Mercedes-Motoren, drei Jahre später war Sauber offizielles Werksteam des Stuttgarter Autobauers. 1989, als nicht nur die Sportwagen-WM für Fahrer und Teams gewonnen wurde, sondern auch ein Doppelsieg beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans gefeiert werden konnte, gilt als Höhepunkt dieser Partnerschaft. Sein Gespür für Talente stellte Sauber auch in den Jahren danach immer wieder unter Beweis. So sassen beispielsweise Kimi Räikkönen, Felipe Massa oder Sebastian Vettel am Anfang ihrer Karriere in einem Sauber-Cockpit.

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