Das 10. Diamond-League-Meeting in Monte Carlo brachte trotz dem Fehlen vieler Stars mehrere Glanzleistungen hervor.

Insgesamt wurden im Fürstentum an der Côte d'Azur sieben Jahresweltbestleistungen aufgestellt.

Der Star des Abends, Tyson Gay, wurde seinem Status gerecht und brillierte über 200 m in 19,72, der zweitbesten Zeit des laufenden Jahres. Nur Usain Bolt war Anfang Mai in Kingston über die halbe Bahnrunde schneller gelaufen als der Texaner.

Carmelita Jeter kann der Diamant nicht mehr streitig gemacht werden. In Monte Carlo kam die Amerikanerin im 100-m-Sprint der Frauen zu einem überlegenen Sieg. Mit 10,82 stellte sie eine persönliche Saisonbestzeit auf und wies die Jahresschnellste Veronica Campbell-Brown (10,98) aus Jamaika klar in die Schranken.

Das ganz grosse und vom Veranstalter erhoffte Highlight - ein Weltrekord von David Oliver über 110 m Hürden - blieb beim Herculis-Meeting aus. Der derzeitige Überflieger der Szene, der zuletzt 12,93, 12,90 und 12,89 in die Bahn gelegt hatte und nur zwei Hundertstel über dem Weltrekord von Dayron Robles geblieben war, gewann in Abwesenheit des verletzten Kubaners in 13,01 zwar souverän, konnte aber an seine überragenden Zeiten von Des Moines, Eugene und Paris nicht anknüpfen.

Für einen Exploit sorgte über 1500 m der Männer Silas Kiplagat. In Abwesenheit von Asbel Kiprop, dem überlegenen Leader im Diamond Race, blieb der Kenianer als erster Läufer in diesem Jahr unter der Marke von 3:30 und stellte mit 3:29,27 eine Jahresweltbestzeit auf. Nur neun Läufer insgesamt waren vor Kiplagat schneller über diese Distanz gewesen. Der 20-jährige Nobody verbesserte im Fürstentum seine persönliche Bestzeit um fünf Sekunden (!) und siegte im Spurt vor dem Marokkaner Amine Laalou.

Für die weiteren Jahresweltbestleistungen auf der neuen Bahn im Stade Louis II. sorgten der jamaikanische 400-m-Läufer Jermaine Gonzales (44,40), die 800-m-Läuferin Alysia Johnson (USA/1:57,34) und Sentayahu Ejigu (Äth), die über 3000 m in 8:28,41 Maryam Jamal keine Chance liess. In den Sprungdisziplinen realisierten der Amerikaner Dwight Phillips (Weit/8,46), der Hochspringer Iwan Uchow (Russ/2,34) und die kubanische Dreispringerin Yargelis Savigne, die als Erste in diesem Jahr über 15 Meter sprang (15,09), die weiteren Bestmarken.

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