Ferrari ist zurück: Die zuletzt arg gebeutelte Scuderia feierte beim Grand Prix von Deutschland einen Doppelsieg, der aber wegen offensichtlicher Stallorder Konsequenzen hatte.

Als (umstrittener) Gewinner in Hockenheim ging wie zum Saisonauftakt in Bahrain Fernando Alonso vor Teamkollege Felipe Massa hervor. Der Spanier feierte damit den 23. Grand-Prix-Sieg seiner Karriere. Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel muss derweil als Dritter weiterhin auf den ersten Erfolg auf deutschem Boden warten.

In Runde 49 fuhr Alonso problemlos an seinem führenden Teamkollege Massa vorbei. Beim Brasilianer waren keinerlei Probleme zu entdecken, via Team-Radio war Massa mit den Worten "Alonso ist schneller als du" zurückgepfiffen worden. Das offensichtliche Überholmanöver hatte zuerst nur finanzielle Konsequenzen: Ferrari musste 100'000 Dollar Strafe zahlen. Der Motorsport-Weltrat des Internationalen Automobil-Verbandes FIA wird sich aber auch noch mit dem Fall befassen. Ferrari wird ein Verstoss gegen die Sportregeln vorgeworfen, nach denen Teamorder verboten ist.

Die beiden Sauber-Fahrer Kamui Kobayashi (Jap) und Pedro de la Rosa (Sp) verpassten auf der badischen Traditionsstrecke die angestrebten Punkteränge. Kobayashi, der dem Hinwiler Rennstall in den vergangenen beiden Rennen 14 Punkte beschert hatte, musste sich mit Platz 11 begnügen. De la Rosa wartet nach Rang 14 weiterhin auf die ersten Punkte in der laufenden Saison.

Für Toro-Rosso-Pilot Sébastien Buemi war das Rennen bereits während der Auftaktrunde aufgrund einer teaminternen Auffahrkollision vorüber. Dem Waadtländer wurde vom auffahrenden Jaime Alguersuari der Heckflügel weggerissen.

Hockenheim. Grand Prix von Deutschland: 1. Fernando Alonso (Sp), Ferrari, 1:17,342. 2. Felipe Massa (Br), Ferrari, 4,1 Sekunden zurück. 3. Sebastian Vettel (De), Red Bull-Renault, 5,1. 4. Lewis Hamilton (Gb), McLaren-Mercedes, 26,8. 5. Jenson Button (Gb), McLaren-Mercedes, 29,4. 6. Mark Webber (Au), Red Bull-Renault, 43,6. 7. Robert Kubica (Pol), Renault. 8. Nico Rosberg (De), Mercedes. 9. Michael Schumacher (De), Mercedes. 10. Witali Petrow (Russ), Renault. - Ferner: 11. Kamui Kobayashi (Jap), Sauber-Ferrari. 14. Pedro de la Rosa (Sp), Sauber-Ferrari. - Out u.a.: Sébastien Buemi (Sz), Toro Rosso-Ferrari.

WM-Stand (11/19). Fahrer: 1. Hamilton 157. 2. Button 143. 3. Webber 136. 4. Vettel 136. 5. Alonso 123. 6. Rosberg 94. 7. Kubica 89. 8. Massa 85. 9. Schumacher 38. 10. Sutil 35. 11. Barrichello 29. 12. Kobayashi 15. 13. Liuzzi 12. 14. Petrow 7. 15. Buemi 7. 16. Alguersuari 3. 17. Hülkenberg 2.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel