Martin Grab hat überraschend den Brünig-Schwinget gewonnen, das als Hauptprobe für das Eidgenössische Schwingfest vom 21./22. August in Frauenfeld gilt.

Der 31-jährige Rothenthurmer besiegte im Schlussgang Philipp Laimbacher. In der neunten Minute konterte er einen inneren Haken des favorisierten Seeweners. Damit feierte der Unspunnensieger von 2006 seinen fünften Tagessieg an diesem bedeutungsvollen Bergschwinget.

Eine herbe Niederlage erlitten die Berner, die im Vorjahr dominiert hatten. In Abwesenheit ihrer beiden Leader Christian Stucki (verletzt) und Matthias Sempach (krank) verfehlten sie den Schlussgang. Noch am besten schnitt Matthias Siegenthaler ab, der bei einem "gestellten" Finale auf Rang 1b vorgerückt wäre.

Martin Grab hatte sich im ersten Gang unentschieden von Siegenthaler getrennt, war danach aber mit drei Plattwürfen nach vorne gekommen. Trotz einem zweiten Remis im fünften Gang gegen Thomas Zaugg rutschte er noch in den Schlussgang, weil auch viele andere Spitzengänge unentschieden endeten. Zuletzt benötigte Grab nochmals Glück, als ihn Laimbacher am Sägemehlrand überdrehte. Aber der Platzkampfrichter sah kein gültiges Resultat.

Brünig-Schwinget (120 Schwinger/6350 Zuschauer). Schlussgang: Martin Grab (Rothenthurm) besiegt Philipp Laimbacher (Seewen) nach 8:05 Minuten mit Konter des inneren Hakens. Rangliste: 1. Grab 58,00. 2. Matthias Siegenthaler (Fankhaus) 57,50. 3a. Philipp Laimbacher, Adi Laimbacher (Steinerberg), Reto Maurer (Oberwil i. S.) und Thomas Sempach (Heimenschwand) je 57,25. 4. Christian Bürki (Eggiwil), Peter Imfeld (Lungern) und Marcel Mathis (Büren NW) 57,00.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel