Ferrari und die Stallorder: War da nicht mal schon was?

2002 hatte die Scuderia aus Maranello beim GP von Österreich für Pfeifkonzerte und Buhrufe gesorgt. Damals musste sich der Brasilianer Rubens Barrichello, der seit dem Start des Rennens geführt hatte, der Stallorder beugen. Per Funk wurde ihm mitgeteilt, dass er seinen Teamkollegen Michael Schumacher passieren lassen müsse. Der Weltverband FIA sprach später gegen Ferrari eine Busse von 1,5 Millionen Franken aus, die Punkte konnten die beiden Fahrer aber behalten. Dieses sportlich fragwürdige Manöver sorgte dafür, dass die FIA Ende 2002 ein Verbot gegen die Stallorder aussprach.

Acht Jahre später setzte sich Ferrari beim GP Deutschland in Hockenheim erneut über dieses Verbot hinweg und wieder musste ein Brasilianer sich den Befehlen der Teamleitung beugen. Der führende Felipe Massa hatte in der 49. Runde seinen Teamkollegen Fernando Alonso überholen lassen. Dies geschah zwei Runden nachdem Massa via Team-Radio die Nachricht erhalten hatte: "Fernando ist schneller als du. Kannst du bestätigen, dass du diese Nachricht verstanden hast?" Massa gab nach dem Rennen zu Protokoll, er habe Schwierigkeiten mit den härteren Reifen bekundet.

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