Christophe Lemaitre ist der schnellste Mann Europas.

Der 20-jährige Franzose, der als erster Weisser die 100 m unter zehn Sekunden gelaufen war, gewann bei den EM in Barcelona den Sprint-Final in 10,11 und holte den zweiten 100-m-Titel für sein Land. Silber ging an den Briten Mark Lewis-Francis (10,18) vor dem zeitgleichen Franzosen Martial Mbandjock. Der britische Mitfavorit Dwain Chambers ging leer aus.

Im 10'000-m-Lauf der Frauen wurde Europarekordhalterin Elvan Abeylegesse ihrer Favoritenrolle gerecht und gewann ihren ersten EM-Titel. Die in Äthiopien geborene Türkin setzte sich nach einer Glanzleistung überlegen in 31:10,23 Minuten durch. Silber erkämpfte sich die Russin Inga Abitowa (31:22,83) vor der Portugiesin Jessica Augusto (31:25,77).

Ebenfalls einen Favoritensieg feierte der Slowake Libor Charfreitag im Hammerwerfen. Der WM-Dritte von 2007 übertraf im Final mit 80,02 m als einziger der zwölf Werfer die 80-m-Marke und siegte damit vor dem italienischen Olympiazweiten von Sydney 2000, Nicola Vizzoni, und dem Ungarn Krisztian Pars.

Überraschende Erfolge gab es im Weitsprung und Diskuswerfen der Frauen. Die lettische Weitspringerin Ineta Radevica feierte mit 29 Jahren den ersten grossen Erfolg ihrer Karriere. Sie setzte sich gegen die weitengleiche Naide Gomes (Por) dank dem deutlich weiteren zweitbesten Versuch durch. Im Diskuswerfen der Frauen holte die erst 20-jährige Kroatin Sandra Perkovic überraschend Gold.

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