Frankreichs grösster Trumpf stach an dem EM in Barcelona einen Tag nach dem Sprint-Triumph von Christophe Lemaitre nicht. Dreispringer Teddy Tamgho verlor das Duell gegen Weltmeister Phillips Idowu (Gb).

Idowu band den Mann der Zukunft nochmals zurück. Der Brite stellte im vierten Umgang mit rotgefärbten Haaren und vier Piercings im Gesicht mit 17,81 eine persönliche Bestleistung auf, die Tamgho nicht zu kontern vermochte. Der Franzose holte mit 17,45 Bronze, da er noch vom Rumänen Marian Oprea (17,51) überflügelt wurde.

Der dritte Platz wird Thamgo gleichwohl als Erfolgserlebnis werten. Wegen Problemen mit der Wade war sein EM-Start in Gefahr geraten. Trotz der Niederlage gehört dem Franzosen die Zukunft. 17,90 m an den Hallen-Weltmeisterschaften und 17,98 beim Diamond-League-Meeting in New York sind derart eindrückliche Werte, dass vom 20-Jährigen bald ein Weltrekord erwartet wird.

Innert weniger Minuten holte das bislang erfolglose Deutschland zwei Gold- und eine Silbermedaille. 100-m-Läuferin Verena Sailer gewann wie am Vortag Lemaitre als Weisse gegen dunkelhäutige Sprinterinnen. Im Speerwurf musste sich die tschechische Weltrekordhalterin Barbora Spotakova Linda Stahl, die mit 66,81 m siegte, und Christina Obergföll geschlagen geben.

Sechs Russen führen die europäische Saisonbestenliste im Hochsprung an. Deshalb erstaunt der Doppelsieg durch Aleksander Schustow und Iwan Uchow am dritten Wettkampf an den EM in Barcelona nicht. Der 26-jährige Schustow egalisierte mit 2,33 m die Jahresweltbestleistung und gewann seinen ersten grossen Titel. Er fing Uchow noch ab. Nachdem er für 2,31 drei Versuche benötigte, überquerte er die Sieghöhe im ersten Umgang. Uchow musste sich anschliessend ohne Erfolg auf 2,35 versuchen.

Eine starke Leistung bot Dreispringerin Nadeschda Alechina in der Qualifikation. Die Russin ist mit einem Flug auf 14,93 Meter die Nummer 2 in der Jahresweltbestenliste.

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