Frankreich dokumentierte am fünften Tag der Leichtathletik-EM in Barcelona erneut seine Rückkehr in die Weltspitze.

Stabhochspringer Renauld Lavillenie scheiterte hauchdünn an 6,02 m, 200-m-Sprinterin Myriam Soumaré lief in starken 22,32 Sekunden zu Gold.

Lavillenie brachte Frankreich das sechste Gold an diesen Titelkämpfen, an der Sechs-Meter-Marke allerdings scheiterte er diesmal. Nach der Siegsicherung mit gelungenen ersten Anläufen über 5,80 und 5,85 nahm er noch 6,02 m in Angriff. Der 23-Jährige zählt wie Sprintkönig Christophe Lemaitre und Dreispringer Teddy Tamgho zu der aufstrebenden Athletinnen und Athleten der neuen Leichtathletik-Generation der Franzosen.

Möglicherweise stösst auch die erst 23-jährige Myriam Soumaré dereinst in die absolute Weltspitze vor. Sie ist die erste dunkelhäutige Sprintsiegerin in Barcelona. Die Französin kam bei Windstille auf Bahn 8 in 22,32 Sekunden zu einem Aussenseitersieg. Soumaré hatte über 100 m Bronze gewonnen.

Grossbritannien kam zu drei goldenen Auszeichnungen. Siebenkämpferin Jessica Ennis legte mit 6823 Punkten ein Resultat vor, das selbst Caroline Klüft zu ihren besten Zeiten herausgefordert hätte. Einen Doppelsieg feierten die Briten über 400 m Hürden. David Greene, der U23-Europameister und WM-Finalist von Berlin, siegte in starken 48,12 Sekunden vor Rhys Williams. Auf den Langstrecken ist derzeit gegen Mo Farah kein Kraut gewachsen. Wie Lemaitre schaffte auch er das Double. Sein 5000-m-Erfolg fiel ähnlich überlegen aus wie jener über 10'000 m.

Sechsmal Gold für kleine Nationen Mit dem norwegischen Speerwefer Andreas Thorkildsen, dem Polen Marcin Lewandowski über 800 m, der litauischen Marathonläuferin Zivile Balciunaite, der urkainischen Dreispringerin Olga Saladuha, dem weissrussischen Kugelstösser Andrej Michnewitsch und der türkischen Hürdensprinterin Nevin Yanit kamen am Samstag auch die kleineren Nationen ausgiebig zum Zug.

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