Schon nach drei ASL-Runden liegen die Nerven in Sitten und Neuenburg blank. Die beiden Vereine verlangen in einem Schreiben an die SFV-Schiedsrichterkommission, dass ihre Meisterschaftspartien in Zukunft von ausländischen Unparteiischen geleitet werden.

Die Präsidenten der beiden Vereine, der Xamaxiens Sylvio Bernasconi und der Sittener Christian Constantin, sind der Meinung, dass die Schweizer Schiedsrichter Vorurteile gegen die Westschweizer Klubs haben. In der letzten Runde vom Wochenende mussten sowohl der FC Sion (1:1 in Zürich/Rote Karte gegen Goalie Vanins) als auch Neuchâtel Xamax (2:4 in Luzern/Vermeintliche Tätlichkeit von Hakan Yakin) umstrittene Schiedsrichter-Entscheide hinnehmen.

Schiedsrichter-Chef Urs Meier bedauert den Vorstoss der beiden Vereine: Es sei ein Sturm im Wasserglas. Die Schweiz zähle mit seinen Schiedsrichtern zu den weltweit zehn besten Nationen. Solange er Schiedsrichter-Chef sei, werden keine ausländischen Referees regelmässig zum Zug kommen. Das wäre eine Bankrotterklärung, erklärte Meier.

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