Sprint-König Usain Bolt wurde beim Diamond-League-Meeting in Stockholm von seinem Thron gestürzt.

Stockholm ist kein gutes Pflaster für Usain Bolt. Der je dreifache Olympiasieger und Weltmeister (100, 200, 4x100 m) wurde in der schwedischen Hauptstadt erstmals seit dem 22. Juli 2008 und 14 Siegen in Serie in einem 100-m-Final wieder bezwungen. Damals hatte er ebenfalls in Stockholm verloren, und zwar gegen den wegen einer Verletzung fehlenden Asafa Powell. Noch erstaunlicher war, dass Bolt gegen den amerikanischen WM-Zweiten Tyson Gay absolut keine Chance hatte, obwohl dieser mit 9,84 Sekunden bei Windstille keine überragende Zeit erzielte. Doch Bolt kam nach einem ordentlichen Start überhaupt nicht in die Gänge und musste sich mit 9,97 bescheiden.

Bolt und Gay traten nach New York 2008 und der WM 2009 in Berlin erst zum dritten Mal überhaupt über 100 m gegeneinander an. Bei den ersten beiden Duellen hatte sich zweimal der Jamaikaner durchgesetzt, wobei er beide Male einen Weltrekord aufgestellt hatte.

Im 800-m-Rennen der Männer setzte sich mit 1:45,06 überraschend der polnische Europameister Marcin Lewandowski durch. Der sudanesische Favorit Abubaker Kaki, der in diesem Jahr seine Bestzeit auf 1:42,23 verbessert hat, womit er in der ewigen Bestenliste die Nummer 5 ist, wurde nach rund 600 m aus dem Rennen gerempelt.

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