Stefan Burkhalter nützte beim Schwägalp-Schwinget die Gunst der Stunde.

Zwei Wochen vor dem "Eidgenössischen" in Frauenfeld wollten diverse Favoriten beim grössten Bergkranzfest vor 8500 Zuschauern ihre Form prüfen. Bei manchen blieb es beim Willen: Der dreifache Schwingerkönig Jörg Abderhalden meldete sich wegen einer Magen-/Darmgrippe ab, Titelverteidiger Nöldi Forrer brach sein Comeback nach Schmerzen in den Schultern nach dem zweiten Gang gegen Jodok Huber ab. Ob die Teilnahme am Eidgenössischen in Gefahr ist, ist noch unklar. Am St. Galler Kantonalen hatte Forrer gar einen Kreuzbandriss erlitten.

Die Berner Gäste liessen mit Ausnahme von Christian Stucki ihre besten Schwinger zuhause. Der Hüne aus dem Seeland liess sich schon in der ersten Wettkampfhälfte mit zwei Gestellten bremsen. Dennoch sprach Kranzgewinner Stucki nach auskurierter Schulterverletzung von einem gelungenen Test.

Den Ausfall der Favoriten nützte Burkhalter zu seinem zweiten Bergkranzfest-Sieg nach jenem von 2004 auf dem Stoss. Der 36-jährige Thurgauer Landwirt besiegte im Schlussgang den Bündner Edi Philipp nach drei Minuten im fünften Zusammengreifen mit einer Kurz-Spezialvariante und entschlossener Bodenarbeit. Burkhalter musste einzig im vierten Gang gegen den St. Galler Bruno Fäh einen Gestellten zur Kenntnis nehmen. Hinter ihm sicherte sich der 22-jährige Daniel Bösch, der unter anderem Christian Stucki Paroli bot und Publikumsliebling Hanspeter Pellet auf den Rücken warf, den zweiten Rang.

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