Simone Niggli gewann zum Auftakt der OL-Titelkämpfe in Trondheim im Sprint ihre 16. WM-Goldmedaille. Die Schweizer Männer feierten mit Matthias Müller und Fabian Hertner sogar einen Doppelsieg.

Die Schweizer OL-Dominatorin musste hart um den Sieg kämpfen. Nach einem Fehler in der Startphase wies Simone Niggli nach 1,1 km einen Rückstand von 12 Sekunden auf Helena Jansson (Sd) auf. Trotz dem Missgeschick behielt die Bernerin kühlen Kopf und reduzierte ihre Hypothek von Posten zu Posten. Die Aufholjagd nahm ein glückliches Ende. Im Ziel betrug der Vorsprung auf Helena Jansson bloss sieben Zehntelssekunden. Bronze ging mit 5,9 Sekunden Rückstand an die Norwegerin Mariann Andersen. Caroline Cejka erreichte Rang 13, Rahel Friederich wurde 16.

Simone Niggli gewann ihr zweites WM-Gold seit der Geburt ihrer Tochter Malin im September 2008. Letztes Jahr hatte sie den Titel in der Langdistanz gewonnen, ihr erstes WM-Gold erreichte die Bernerin 2001, ebenfalls in der Langdistanz.

Der Aargauer Matthias Müller schaffte endlich auch international den Durchbruch. Der 27-jährige Elektroingenieur zeigte einen perfekten Lauf und hielt so auch Europameister Fabian Hertner um 2,3 Sekunden auf Distanz. Der Baselbieter Hertner gewann wie im Vorjahr WM-Silber im Sprint. Der Thurgauer Daniel Hubmann, die Weltnummer 1, wurde mit einem Rückstand von 7,3 Sekunden Siebenter. Müller gewann seine erste WM-Medaille überhaupt. Im Frühling war er mit der Männerstaffel an den EM in Bulgarien zu Staffel-Gold gelaufen.

Die Schweiz als führende OL-Nation setzt sich in Trondheim fünf Medaillen zum Ziel. Nach zwei von acht Entscheidungen ist das Ziel bereits zu zwei Dritteln erreicht.

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