47 Tage nach dem debakulösen Abgang aus Südafrika ist der vierfache Weltmeister Italien mit einer Niederlage in die Ära Cesare Prandelli gestartet. Beim 0:1 gegen die Elfenbeinküste in London gab es aber auch viel Positives zu sehen.

Unmittelbar vor dem Führungstreffer durch Kolo Touré (55.) hatten die defensiv noch nicht sattelfesten "Azzurri" zwei erstklassige Chancen vergeben: Verteidiger Motta traf den Pfosten, Mittelfeldspieler Pepe scheiterte knapp. Bei den Ivorern, die ohne Didier Drogba auskamen, spielte der ehemalige YB-Star Seydou Doumbia eine Stunde lang auffällig.

Obwohl die Italiener auch nach dem siebten Länderspiel des Jahres auf den ersten Sieg warten, dürfte die mit fünf Debütanten angetretene Mannschaft vorerst nicht zu stark in die Kritik geraten. Angeführt von Captain Daniele De Rossi zeigten die Italiener viel mehr gute Offensivansätze als in allen drei Partien in Südafrika zusammen.

Die komplett neu formierte Offensivreihe mitr den streitbaren Antonio Cassano und Mario Balotelli sowie dem eingebürgerten Brasilianer Amauri kam zu zahlreichen Chancen, bei der Abstimmung haperte es dem "ABC-Sturm" aber noch. Besonders Balotelli, der in den ersten fünf Minuten schon zweimal gefährlich schoss, zeigte aber, dass er die offensive Impotenz alsbald beheben könnte.

Upton Park, London. -- SR Atkinson (Gb). -- Tor: 55. Kolo Touré 0:1.

Italien: Sirigu; Motta (70. Cassani), Bonucci, Chiellini, Molinaro; Palombo (73. Montolivo), De Rossi, Pepe (75. Marchisio); Cassano (70.), Balotelli (59. Borriello), Amauri (59. Quagliarella).

Bemerkungen: Debüt von Cesare Prandelli als Nationaltrainer Italiens. Elfenbeinküste bis 62. mit Doumbia (ex Young Boys).

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