England bekundete im ersten und einzigen Test vor dem Duell in Basel gegen die Schweiz vor allem in den ersten 45 Minuten Mühe.

Eine Doublette von Steven Gerrard führte zum Umschwung gegen Ungarn.

Die Buhrufe, die der erste Schweizer EM-Qualifikationsgegner im Wembley zur Pause über sich ergehen lassen musste, trafen insbesondere den Captain tief. Steven Gerrard war in der zweiten Halbzeit nach dem Wechsel vom 4-5-1 ins 4-4-2 noch präsenter als zuvor, am Ende hatten es die "Three Lions" zwei Geniestreichen des Liverpooler Regisseurs zu verdanken, dass sie eine Blamage verhinderten.

Ein kontroverses Eigentor von Phil Jagielka (überschritt der Ball die Torlinie wirklich mit vollem Umfang?) brachte England ins Hintertreffen. Gerrard drehte die Partie mit einer Doublette innerhalb von rund drei Minuten: In der 69. schlenzte der Mann mit der brillianten Schusstechnik den Ball über Ungarns Goalie hinweg, keine 180 Sekunden später setzte er sich auf engem Raum gegen drei Verteidiger durch und traf zum 2:1.

Vor der Partie sorgte Nationaltrainer Fabio Capello in einem verwirrenden TV-Interview für Aufregung. Faktisch beendete der Italiener die 115 Länderspiele währende Karriere von David Beckham im Nationalteam: "Wahrscheinlich ein bisschen alt, aber danke David", sagte Capello über den derzeit verletzten Ex-Captain.

Bulgarien verlor das wegen der Waldbrände um Moskau nach St. Petersburg verlegte Länderspiel gegen Russland 0:1. Vor dem einzigen Treffer (6.) brachte Goalie Nikolai Michailov, offenbar von der tiefstehende Sonne geblendet, eine Flanke nicht unter Kontrolle. Den Abpraller verwertete Roman Schirokow volley und unhaltbar. Russlands neuer Trainer Dick Advocaat, der im Mai seinen holländischen Landsmann Guus Hiddink beerbt hatte, liess bei seinem Länderspiel-Debüt mit drei Stürmern und ohne Neulinge spielen. Bulgarien trat ohne den aus dem Nationalteam zurückgetretenen Stürmerstar Dimitar Berbatov offensiv harmlos auf.

Montenegro und Wales kamen zu relativ einfachen Siegen: Montenegro setzte sich dank zwei Toren von Radomir Djalovic gegen das seit zehn Spielen sieglose Nordirland 2:0 durch, beim zweiten Treffer (59.) lieferte der Luzerner Elsad Zverotic die Vorlage. Wales zeigte sich gegen Luxemburg geduldig und skorte in der zweiten Hälfte viermal zum 5:1-Erfolg.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel