Dunkle Wolken haben sich über der AFG-Arena zusammengebraut. Der FC St. Gallen ist schwach in die Saison gestartet.

Einem hart erkämpften Heimsieg gegen Bellinzona stehen drei deutliche Zu-Null-Niederlagen gegenüber. Die Ostschweizer bekommen zu spüren, dass sie in der Sommerpause auf dem Transfermarkt nicht mit der grossen Kelle anrühren konnten. Der Wille ist vorhanden, bei den Zuzügen nachzulegen. Zu Johan Vonlanthen soll Kontakt bestehen. Ob der FCSG derzeit jedoch über die Mittel verfügt, einen Spieler dieses Kalibers an Land zu ziehen, ist mehr als fraglich.

Überdies sorgen bei den St. Gallern immer wieder die Strukturprobleme im administrativen Bereich für Gesprächsstoff. Von vielen Seiten wird gefordert, dass eine von drei Aktiengesellschaften aufzulösen sei. Ins Visier der Kritiker ist die offenbar unrentable Betriebs AG geraten. In rund zwei Wochen soll eine Medienkonferenz Klarheit schaffen. Dies vermag das Umfeld nicht zu beruhigen. Ein langjähriger Supporter hat die Interessengemeinschaft "Pro-FCSG" gegründet. Er ruft die Anhänger auf, Fan-Artikel an den Präsidenten Michael Hüppi zu schicken und damit friedlich gegen die delikate Situation zu protestieren. Bis gestern Freitag sollen 300 Wimpel bei Hüppi eingetroffen sein.

Heute Sonntag (16.00) bietet sich den Grün-Weissen auf dem heimischen Rasen die Chance, das Image etwas aufzupolieren. Die Grasshoppers sind ein Gegner, der ebenfalls darum kämpft, einen Aderlass (u.a. Abgänge von Ben Khalifa, Zarate, Lulic und Sommer) zu kompensieren. Die Zürcher warten in der Meisterschaft auf den ersten Sieg.

Der FC Thun befindet sich aktuell nur während Teambildungs-Übungen im freien Fall. Beim Canyon Jumping in Grindelwald zelebrierte der Aufsteiger seine Ungeschlagenheit. Die Berner Oberländer könnten gar mit dem Punktemaximum an der Spitze stehen, wenn sie nicht gegen YB und GC in den Schlusssekunden Siege verschenkt hätten. Der Höhenflug hat dem Trainer Murat Yakin eine Vertragsverlängerung eingebracht. Dieses Signal soll dazu beitragen, dass die Euphorie anhält. Die nächste Station ist heute Sonntag das Sittener Tourbillon (16.00). Im letzten Herbst hatten die Thuner den damals oberklassigen und als Titelverteidiger angetretenen FC Sion aus dem Cup geworfen. Allerdings konnten sie in der obersten Schweizer Spielklasse noch nie gegen die "Wundertüte" aus dem Wallis gewinnen. Bei Sion ist der als Ersatz für den abgewanderten Emile Mpenza verpflichtete Serbe Dragan Mrdja noch nicht einsatzberechtigt.

Die AC Bellinzona strebt einen besonderen Hattrick an. Die Tessiner wollen nach YB und Basel einer dritten Top-Adresse eine überraschende Niederlage zufügen. Diesmal muss sich die "Granata" allerdings auswärts bestätigen. Sie reist zum FC Zürich (16.00). Der mit wenig Kredit ausgestattete Trainer Roberto Morinini plant einen plant einen weiteren Coup.

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