Der Titelverteidiger Kadetten Schaffhausen steigt als klarer Favorit in die heute beginnende NLA-Meisterschaft der Handballer.

Nach zwei Jahren Unterbruch kehrten die Kadetten in der vergangenen Saison mit einem Vorsprung von 14 Punkten auf das zweitklassierte GC Amicitia Zürich auf den nationalen Thron zurück. Zwar verloren die Schaffhauser mit dem linken Flügel Manuel Liniger ihren Topskorer, dennoch ist das Team eher stärker einzustufen oder wie es Präsident Giorgio Behr ausdrückt: "ausgeglichener".

Durch die Rückkehr des rumänischen Halbrechten Rares Jurca (Göppingen), der bereits in der Saison 2007/08 für die Kadetten tätig war und zum zweitbesten Spieler der Liga gewählt worden war, sind nun sämtliche Positionen doppelt besetzt. Als Ersatz für den zu Lemgo gewechselten Liniger holten die Nordostschweizer um Coach Petr Hrachovec den talentierten Schweizer Nationalspieler Florian Goepfert. Zudem sicherten sie sich für den Kreis die Dienste des tschechischen Internationalen Vaclav Vrany, der hauptsächlich die Verteidigung verstärken soll.

Die Kadetten können sich nur selber schlagen. Dass sie sich im Vergleich zu ihren Schweizer Konkurrenten in einer anderen Sphäre bewegen, zeigt ein Blick auf die zur Verfügung stehenden Gelder. Die Schaffhauser weisen gemäss eigenen Angaben für die erste Mannschaft ein Budget von 2,5 Millionen Franken auf, mehr als doppelt so viel wie Kriens-Luzern (1,2 Mio), die Nummer 2 in dieser Liste. Immerhin wird es im Kampf um den Meistertitel - im Gegensatz zur letzten Saison - etwas Spannung geben, dafür ist die kurzfristige Einführung eines Playoff-Finals (best of 5) Garant.

Einen der drei angestrebten nationalen Titel haben die Schaffhauser bereits gewonnen, nämlich den Supercup. In diesem bekundeten sie beim 39:37 nach zwei Verlängerungen gegen Cupsieger Pfadi Winterthur jedoch unerwartet grosse Probleme. Die Winterthurer stellen einen valablen Kandidaten für den Playoff-Final dar. Die Verpflichtung des Rückraumspielers Julian Krieg vom deutschen Regionalligisten Schalksmühle/Halver scheint ein Glücksfall zu sein. Im Weiteren stiess unter anderen der Schweizer Internationale Marcel Hess von GC Amicitia Zürich zu Pfadi.

GC Amicitia, der Meister von 2008 und 2009, verlor mit Marco Vukelic (zu Kriens-Luzern) einen weiteren Nationalspieler, und auch der Isländer Kristjan Kristjansson (Wetzlar) verliess den Verein. Demgegenüber stehen die Verpflichtungen von Mathias Oltmanns (Kadetten Schaffhausen) sowie Thierry Fongué (Endingen).

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