In der zum Abschluss der ersten Woche schwersten Etappe hat Igor Anton (Sp) nur mit Mühe den Verlust des Leadertrikots verhindern können.

Im Verlaufe der 188 km zwischen Calpe und Alcoy mussten die Helfer des Basken Schwerarbeit verrichten. In einer Fluchtgruppe von 14 Fahrern steckten gleich zwei Gegner, die eine Gefahr für die Leaderposition von Igor Anton darstellten.

Carlos Barredo (Sp/22. des Gesamtklassementes/3:30 Minuten zurück) steckte 50 km vor Schluss auf, was Antons Teamkollegen veranlasste, in der Nachführarbeit nachzulassen. Deshalb wuchs der Vorsprung der Ausreisser auf über neun Minuten an. Jean-Christophe Peraud (Fr/37./6:59 Minuten) war damit theoretischer Leader. Doch der frühere Mountainbiker wurde ein Opfer seines generösen Einsatzes. Auf den letzten Kilometer büsste er dermassen für seinen Effort, dass Anton an der Spitze des Gesamtklassementes verblieb.

Für die baskischen Radprofis gab es in Alcoy gleich doppelten Grund zur Freude. Nicht nur verteidigte Anton sein Leadertrikot. David Lopez enteilte in der Schlussphase seinen Mitstreitern und feierte einen Solosieg. Seit fünf Jahren Profi, hatte Lopez 2007 seine beste Saison erlebt, als er eine Etappe der Deutschland-Rundfahrt gewann und das Etappenrennen als Dritter abschloss. In der Vuelta jenes Jahres belegte Lopez den 14. Schlussrang.

65. Vuelta a España. 9. Etappe, Calpe - Alcoy (187,7 km): 1. David Lopez (Sp) 5:20:50. 2. Roman Kreuziger (Tsch) 0:06. 3. Giampaolo Cruso (It). 4. David Moncoutié (Fr). 5. Biel Kadri (Fr). 6. Egoi Martinez (Sp). 7. Jean-Christophe Peraud (Fr) 0:54. - Gesamtklassement: Igor Anton (Sp) bleibt Gesamterster.

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