Seit 1988 hat der spanische Golfprofi Miguel Angel Jimenez jedes Jahr am European Masters in Crans-Montana teilgenommen. Jetzt wurde er mit dem ersten Sieg belohnt.

Der Triumph des 46-Jährigen aus Malaga war überfällig. Zweimal (1993 und 2004) hatte Jimenez an dem mit 2 Millionen Euro dotierten Turnier mit dem 2. Platz vorliebnehmen müssen - dies nebst sechs weiteren Klassierungen in den Top 10. Für seinen dritten Sieg auf der diesjährigen Europa-PGA-Tour und den 18. insgesamt liess sich Jimenez einen Check über 333'330 Euro aushändigen.

Die Schlussrunde in Crans-Montana verlief dramatisch. Bis zum 9. Loch erspielte sich Jimenez auf souveräne Weise einen vermeintlich entscheidenden Vorsprung von sechs Schlägen auf den Italiener Edoardo Molinari, den Aufsteiger des Jahres. Dann unterliefen Jimenez ein paar Fehler. Nach dem 15. Loch, an dem Molinari ein Eagle (2 unter Par) glückte, lagen die beiden plötzlich nur noch einen Schlag auseinander. Nach den Abschlägen am 16. Loch sah es für Molinari sogar noch besser aus. Doch in den wirklich entscheidenden Momenten trumpfte Jimenez wieder auf. Er rettete an diesem 16. Loch dank einer perfekten Annäherung das Par, während sich Molinari nach einem missratenen Bunkerschlag ein Bogey notieren lassen musste. Mit einem Birdie am 17. Loch beseitigte Jimenez dann alle Zweifel am Ausgang des gelungenen Turniers, das bei besten Spielbedingungen und herrlichem Wetter einen Rekordbesuch (52'700) erlebte.

Hinter Jimenez gab es keine Rangelei um die übrigen Podestplätze: Molinari, der vor einer Woche im schottischen Gleneagles seinen zweiten Saisonsieg eingefahren hatte, wurde zwei Schläge vor seinem hochtalentierten 17-jährigen Landsmann Matteo Manassero Zweiter. Manassero verdiente 125'200 Euro und sicherte sich damit bereits in seinem sechsten Turnier als Profi auf der höchsten europäischen Tour das volle Spielrecht für die Saison 2011.

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