Ferrari ist in der Teamorder-Affäre von Hockenheim glimpflich davongekommen.

Der Motorsport-Weltrat des Internationalen Automobil-Verbandes (FIA) bestätigte in Paris lediglich die bereits von den Rennkommissären verhängte Geldstrafe von 100 000 Dollar gegen den italienischen Formel-1-Rennstall.

Die 43 Punkte für den Doppelerfolg beim Grand Prix von Deutschland darf Ferrari demnach behalten. Auch von weiteren Sanktionen, die möglich gewesen wären, sah der FIA-Weltrat ab.

Am 25. Juli hatte sich Ferrari auf dem Hockenheimring der "Stallorder" bedient. Auf Geheiss der Teamleitung hatte der führende Felipe Massa den hinter ihm fahrenden Fernando Alonso passieren lassen und dem Spanier mit sichtbarer Verärgerung den Sieg überlassen müssen. Grund für den verordneten "Platztausch" war die Konstellation an der Spitze der WM-Gesamtwertung, in der Alonso im Gegensatz zu Massa noch reelle Chancen auf den Titel besitzt.

In Hockenheim hatten die Rennkommissäre mit dem Berner Paul Gutjahr die unsportliche Praxis schon wenige Stunden nach dem Grand Prix sanktioniert. Ferrari wurde mit der höchsten Geldstrafe (100 000 Dollar) belegt, die eine Rennleitung vor Ort aussprechen kann.

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