Die Schweizer Ruderer überzeugten am ersten Tag der Europameisterschaften im portugiesischen Montemor-o-Velho mit starken Leistungen.

André Vonarburg und Florian Stofer im Doppelzweier und der weiterhin beeindruckende Leichtgewichts-Vierer qualifizierten sich in ihren ersten Rennen seit zwei Monaten direkt für die Halbfinals vom Samstag. Die beiden Sempacher Klubkollegen Vonarburg und Stofer mussten in ihrer Vorlauf-Serie einzig dem tschechischen Boot den Vortritt lassen. "Wir kamen nicht wunschgemäss ins Rennen und vermochten deswegen die Tschechen nicht mehr einzuholen", sagte Vonarburg zum ersten Auftritt auf der neuen Regatta-Strecke im Herzen Portugals. Nach 2000 Metern lagen die beiden Schweizer aber nur noch minime 21 Hundertstel zurück, nachdem sie bis zur Streckenhälfte über eine Sekunde auf Petr Vitasek und David Jirka verloren hatten.

Mit einem diskussionslosen Start-/Zielsieg hinterliessen Simon Schürch, Lucas Tramèr, Simon Niepmann und Mario Gyr im leichten Vierer-ohne wohl auch bei ihren Konkurrenten einen bestechenden Eindruck. Sie hielten beispielsweise den WM-Dritten des Vorjahres aus Polen jederzeit in Schach, parierten dessen Tempoverschärfung auf dem dritten Streckenviertel und legten auf den letzten 500 Meter nochmals zu. Im Ziel lag die grosse Schweizer Olympiahoffnung 87 Hundertstel vor den Polen und wies die schnellste Zeit der 13 teilnehmenden Boote auf.

Grosses Pech verzeichnete Fabrizio Güttinger im schweren Einer: Der Tessiner erlitt in seinem Vorlauf, an dritter Stelle liegend, einen Kollaps und fiel bewusstlos ins Wasser, ehe er von Sanitätern wieder ins Boot gezogen werden konnte. Eine nicht ganz auskurierte Erkältung scheint die Ursache für Güttingers unfreiwilliges Forfait gewesen zu sein.

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