Die Serie-A-Spieler wollen am 25./26. September mit einem Streik gegen die von den Klubs angestrebte Beschneidung ihrer Rechte bei Transfers protestieren.

Mit der Einführung eines neuen Standardvertrags wollen die Vereine die Rechte ihrer Spieler einschränken. Ein Fussballer soll demnach einen Wechsel nicht mehr verweigern dürfen, wenn er dadurch keine finanziellen Einbussen erleidet und der neue Klub sportlich ähnlich stark einzuschätzen ist. Sollte er den Transfer dennoch ablehnen, soll der Verein den Spielervertrag mit sofortiger Wirkung kündigen können. Der Fussballer bekäme dann nur noch eine Entschädigung in Höhe von 50 Prozent seines bis zum Vertragsende vereinbarten Spielergehalts.

Juventus Turins Anwalt Michele Briamonte hatte diese Reform ausgetüftelt - und alle Serie A-Klubs waren begeistert. Am Mittwoch stimmten ihr die 20 Erstligisten bei einem Treffen in Mailand zu. Am kommenden Montag wollen sie die Neuregelung an einer Sitzung des Verbands in Rom der Fussballer-Gewerkschaft AIC offiziell vorschlagen.

Hintergrund der angestrebten Reform sind die Erfahrungen einiger Top-Vereine in diesem Sommer. So weigerte sich Weltmeister Fabio Grosso, von Juventus Turin zu Milan zu wechseln, obwohl sich die Vereine einig waren. Dem Verteidiger hätte durch den Vereinswechsel weder ein finanzieller noch ein sportlicher Abstieg gedroht.

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