Die Jagd auf die 750 Millionen Euro beginnt heute Dienstag (20.45 Uhr).

Die ersten Gruppenspiele der Champions League 2010/2011 stehen auf dem Programm - und Titelverteidiger Inter Mailand sowie der ewige Top-Favorit FC Barcelona im Fokus. Der FC Basel beginnt seinen Parcours in Cluj erst am Mittwoch.

Seit sieben Jahren wird in der Champions League nach dem gleichen Modus gespielt. Das heisst mit 32 Mannschaften, ohne zweite Gruppenphase und mit Achtelfinals nach der Vorrunde. In diesen sieben fetten Jahren häufte das englische Quartett mit Chelsea, Arsenal, Manchester United und Liverpool 881,3 Mio Euro Prämiengelder an. ManU (216 Mio), Chelsea (215 Mio) und Arsenal (189 Mio), die im Gegensatz zu Liverpool auch heuer wieder dabei sind, nehmen im Geld-Ranking der UEFA in dieser Phase die drei Spitzenplätze ein.

Diese Zahlen verdeutlichen die Dominanz der Premier League in den letzten Jahren. Die Champions League wurde in einigen Saisons spätestens ab den Halbfinals fast ausschliesslich zur englischen Angelegenheit. Im letzten Jahr wurde der britischen Armada aber der Wind aus den Segeln genommen. Kein englisches Team erreichte die Runde der letzten vier - und am Ende holte Inter mit José Mourinho die Trophäe nach Italien.

Die Mailänder treten 2010/2011 als Titelverteidiger und demnach als (Mit-)Favorit an. In nahezu unveränderter Formation reist das Ensemble unter dem neuen Trainer Rafael Benitez zum holländischen Champion Twente Enschede. Nach dem durchwachsenen Start zur Saison -- Inter verlor den europäischen Supercup und holte in den ersten zwei Meisterschaftsrunden "nur" vier Punkte -- gab Benitez zu, seine Mannschaft suche noch die Form.

Ein langsames Herantasten an den Wettbewerb ist für Inter heuer aber nicht drin. Die weiteren Gegner heissen Tottenham Hotspur und Werder Bremen. Die Gruppe A ist mutmasslich die schwierigste der diesjährigen Champions League. Nach dem Triple der letzten Saison sind die Mailänder jedoch selbstbewusst: "Wir steigern uns jetzt Spiel für Spiel", ist sich Abwehrchef Lucio sicher.

Die weiteren Top-Favoriten auf den Titel sind die üblichen Verdächtigen. In erster Linie "Everybody's Darling" FC Barcelona sowie Englands Dominatoren Chelsea und Manchester United. Mit dem grossen Wurf liebäugeln auch Vorjahresfinalist Bayern München, Real Madrid mit dem portugiesischen Erfolgstrainer José Mourinho und Milan mit seinem "Sturm der Sterne" (Ronaldinho, Robinho, Pato, Ibrahimovic).

Das Lesen im Kaffeesatz führt Jahr für Jahr zum gleichen Ergebnis und den gleichen Favoriten. Doch entscheidend ist der Formstand im Frühjahr. So standen die beiden letztjährigen Finalisten Inter und Bayern in der Vorrunde mehrmals vor dem Out, ehe sie in der K.o.-Phase durchstarteten.

"Es geht nicht darum, wie man die Saison startet, sondern wie man sie beendet", sagte deshalb Barcelonas Verteidiger Dani Alves. Die Aussage des Brasilianers ist ein wenig auch eine Schutzbehauptung. Nach dem 0:2 zuhause gegen Aufsteiger Hercules Alicante ist bei den Katalanen Unruhe aufgekommen. Vor dem Start zur Champions League gegen Panathinaikos Athen fragen sich die Medien nämlich besorgt, ob sich das erfolgsverwöhnte Ensemble mit seinen sieben Weltmeistern sowie Weltfussballer Lionel Messi nochmals zu einer Saison voller Siege motivieren kann.

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