Fast 20 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung hat Thomas Köhler als erster hoher DDR-Sportfunktionär flächendeckendes Staatsdoping zugegeben und selbst Doping von 16-Jährigen eingestanden.

In seinem Buch "Zwei Seiten der Medaille", das am Donnerstag im Handel erscheint, bricht der frühere zweite Mann des DDR-Sports sein Schweigen und unterstellt auch Topathleten auf insgesamt 232 Seiten eine Mitwisserschaft. "Alle Mittel wurden im Einvernehmen mit dem Sportler verabreicht", schreibt Köhler.

Der Sportfunktionär räumt auch ein, dass sogar Minderjährige gedopt wurden. "Wenn Sportler bereits ab dem 16. Lebensjahr beteiligt wurden, geschah dies vor allem unter Beachtung ihres biologischen Reifegrades." Dies sei vor allem im Schwimmen passiert.

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