Nikolaj Pankratow ist Anfang des Monats bei einer Grenzkontrolle in der Schweiz mit Infusionsutensilien und der Substanz Actovegin im Gepäck erwischt worden.

Beim russischen Staffel-WM-Zweiten von 2007 fanden sich laut Medienberichten in seinem Heimatland neben der Ausrüstung zur intravenösen Verabreichung auch 22 Ampullen des Kälberblut-Präparates. Actovegin ist zwar keine von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) verbotene Substanz, die Infusion des Präparates ist allerdings verboten.

In Russland, das in jüngster Zeit durch mehrere prominente Dopingfällen im Langlauf und Biathlon wie jener der Olympiasieger Julia Tschepalowa und Jewgeni Dementjew mehrfach negativ ausgefallen ist, sorgt der Fall für grosses Aufsehen. Pankratow droht wegen des Besitzes einer "verbotenen Methode" (Infusionsgeräte) eine Sperre bis zu zwei Jahren.

Der Ski-Verband des Olympia-Ausrichters von 2014 war erst im Juni von der FIS wegen mangelhafter Befolgung von Dopingregeln heftig kritisiert und zu einer Busse von 127'000 Euro verurteilt worden. Der Internationale Ski-Verband (FIS) hatte den Russen weitere Sanktionen wie den Ausschluss von Weltcuprennen angedroht, falls diese nicht bis 1. November ein umfassendes Anti-Doping-Programm installieren sollten.

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