Dem Schweizer Davis-Cup-Team droht der Abstieg aus der Weltgruppe. Das Team von Captain Severin Lüthi liegt nach dem ersten Tag der Playoffs gegen Kasachstan überraschend 0:2 zurück.

Nach Marco Chiudinelli (ATP 72), der beim 4:6, 4:6, 4:6 gegen Alexej Golubew (ATP 39) ohne Chance blieb, verlor auch Teamleader Stanislas Wawrinka (ATP 20) gegen Michail Kukuschkin (ATP 81) nach dreieinhalb Stunden 6:3, 1:6, 4:6, 6:1, 3:6.

Noch vor gut zwei Wochen hatte Wawrinka die Weltnummer 81 am US Open in New York glatt in drei Sätzen besiegt, im National Tennis Center in Astana musste der Romand nun für seinen Effort in New York, wo er erstmals den Viertelfinal eines Major-Turniers erreicht hatte, büssen.

Müde und körperlich nicht zu 100 Prozent fit war Wawrinka in die Partie gestiegen, die am Ende zu einem Abnützungskampf wurde. Nachdem Wawrinka Mitte des dritten Satzes wieder den Tritt gefunden hatte und den vierten Durchgang überzeugend gewann, kassierte er gleich zu Beginn des fünften Satzes das letztlich entscheidende Break. Wawrinka bot sich zwar beim Stand von 2:4 und 3:5 noch einmal die Chance zum Rebreak, zur Wende reichte es dem Schweizer aber nicht mehr.

In der ersten Partie des Tages hielt Marco Chiudinelli gegen die kasachische Nummer 1 Golubew zwar mehrheitlich gut mit, die entscheidenden Punkte verbuchte aber der gebürtige Russe, der seit 2008 für den Playoff-Neuling spielt. Vor allem bei eigenem Aufschlag diktierte Golubew das Geschehen mit seinem starken Service und der Vorhand klar und musste dem Schweizer keine einzige Breakchance zugestehen.

Für die Chiudinelli war es die fünfte Einzel-Niederlage in Folge im Davis Cup. Seinen letzten Sieg hatte der Baselbieter im Februar 2007 gefeiert, als er am selben Wochenende Fernando Verdasco und David Ferrer geschlagen hatte. Für den 23-jährigen Golubew, der mehrheitlich in Italien lebt, war es der achte Sieg im neunten Einzel.

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