Der FC Sion möchte in der Axpo Super League endlich konstanter spielen.

Der FC Sion ist vor der 8. Runde nach Verlustpunkten auf Platz 2 klassiert. Gegen den Tabellenletzten Xamax ist die Chance günstig, diesen Position zu verteidigen. Doch langfristig können die Walliser nur oben mitspielen, wenn sie endlich Konstanz zeigen.

Dem Spiel gegen Xamax misst Sions Trainer Bernard Challandes wegweisende Bedeutung bei. "Nachher wissen wir, ob wir ganz oben mitspielen können oder ob wir weiter auf den nächsten Schritt warten müssen." Ein Sieg gegen Xamax rechtfertigt an sich noch keine höheren Ambitionen. Doch für Sion wäre er moralisch von hohem Wert. Auch unter dem früheren FCZ-Meistertrainer war Sion bisher grossen Schwankungen unterworfen. Auf den Auftaktsieg in Bellinzona folgte die Heimniederlage gegen Basel; nach dem Erfolg bei Leader Luzern kam das ernüchternde Remis im Tourbillon gegen Aufsteiger Thun.

In der gesamten letzten Saison haben es die Walliser nur einmal geschafft, zwei Spiele in Folge zu gewinnen. Augenfälligste Beispiele für die fehlende Konstanz? Auf die Heimsiege gegen den damaligen Leader YB folgte sowohl im Herbst wie im Frühling eine Niederlage in Bellinzona, das heute im zweiten Spiel der Runde den FC Thun empfängt.

Noch sucht Challandes mit seinem Team den richtigen Weg. Doch höhere Ziele sind heuer keine Utopie. Das Walliser Ensemble scheint ausgeglichener besetzt als in der Vergangenheit. Vor allem die Defensive ist solide und hat mit nur sieben Gegentreffern den besten Wert der Liga.

Dass Sion als Team besser funktioniert als in der Vergangenheit, beweist das Cup-Resultat vom letzten Samstag. Ein 4:0 gegen einen interregionalen Zweitligisen (Taverne) ist zwar keine Überraschung. Doch der Auftritt der Walliser im Tessin war hochkonzentriert, der Sieg ungefährdet. Das war in den letzten Jahren gegen Unterklassige nicht immer so. In der letzten Saison zum Beispiel setzte sich Sion in Echallens erst in der Nachspielzeit dank eines Eigentores durch.

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