Zum Auftakt der WM in Geelong (Au) resultierte für Silvan Dillier im U23-Zeitfahren nur der 40. Platz.

Der Einsatz des einzigen Schweizer Nachwuchsfahrers in der Prüfung gegen die Uhr war nicht von Glück begünstigt. Silvan Dillier stürzte nach 11 der 31,8 km in einer Linkskurve. Der Aargauer zog sich dabei Schürfwunden am linken Oberschenkel und am linken Handgelenk zu. Der Allrounder schätzte der Zeitverlust durch den Sturz auf rund eine Minute ein. Doch selbst ohne diesen Zwischenfall hätte keine wesentlich bessere Klassierung resultiert. Und weil ein Unglück selten alleine kommt, steuerte Coach Stephan Joho später den Begleitwagen gegen eine Bordsteinkante. Es resultierte ein Plattfuss, was die Begleiter zum Austausch des Mannschaftswagens zwang.

Weltmeister wurde Taylor Phinney. Der hochtalentierte Amerikaner schlug Luke Durbridge um lediglich 1,9 Sekunden. Der Australier hatte den Nachteil, auf regennassen Strassen fahren zu müssen. Beim Start von Phinney trockneten die Strassen auf. Der Amerikaner sammelte in den vergangenen Wochen als Stagiaire im Team RadioShack Profi-Erfahrung. Seine Karriere setzt Phinney jedoch im BMC Racing Team fort, das vom Zürcher Unternehmer Andy Rihs finanziert wird.

Bei den Frauen erreichte Patricia Schwager bei ihrer WM-Premiere den 13. Platz. Die eher als Klettererin bekannte Thurgauerin fand vom Start weg einen guten Rhythmus. Doris Schweizer hingegen (30.), die U23-EM-Achte, bezahlte beim internationalen Grossanlass Lehrgeld und liess sich zu stark beeindrucken. Emma Pooley, die in der Schweiz lebende Britin, sicherte sich ihren ersten WM-Titel. Die frühere Läuferin, die wegen einer Verletzung zum Radsport wechselte, hatte sich vor zwei Jahren in Peking als Gewinnerin der Silbermedaille in der Prüfung gegen die Uhr ausgezeichnet.

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