Alberto Contador ist in der Tour de France positiv auf das Kälbermastmittel Clenbuterol getestet worden.

Der Dopingtest wurde am 21. Juli am zweiten Ruhetag in Pau vorgenommen. Der Rad-Weltverband UCI informierte Contador erst am 24. August über das Ergebnis. Contador führt den positiven Befund auf die Einnahme verunreinigter Lebensmittel zurück.

Am Tag nach der Dopingkontrolle bestand Contador die letzte grosse Herausforderung der Rundfahrt bei der Bergankunft auf dem Col du Tourmalet. Der Spanier feierte schliesslich seinen dritten Triumph in der Tour de France mit 39 Sekunden Vorsprung auf Andy Schleck (Lux).

Der im Dopinglabor Köln festgestellte Wert ist um 400-mal geringer als die Mindestanforderung, den die Laboratorien nachweisen müssen. Die UCI hat deshalb sofort die B-Probe analysieren lassen, die zum gleichen Ergebnis führte. Die UCI will den Fall mit Experten der Welt-Dopingagentur WADA weiter verfolgen.

Contador wurde provisorisch suspendiert, was belanglos ist. Der Spanier bestritt dem dritten Triumph in der Tour de France keine Rennen mehr. Für die nächste Saison hat der Rundfahrten-Spezialist einen Vertrag beim Team Saxo Bank des Dänen Bjarne Riis unterschrieben.

Clenbuterol ist ein aus den Achtzigerjahren bekanntes Dopingprodukt, das in der Kälbermast verwendet wird. Beim Menschen erleichtert die Substanz die Atmung. Zudem hat sie einen fettabbauenden Effekt.

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