Inge Braten ist nicht mehr Cheftrainer der Schweizer Langläufer.

Der 61-jährige Norweger musste knapp fünf Monate nach seiner Verpflichtung den Posten bereits wieder räumen. Fredrik Aukland und Guri Hetland wurden dafür von Swiss-Ski als Trainer engagiert.

Braten, der in seiner Laufbahn als Trainer der Norweger und Schweden 13 Olympiasiege feiern konnte, fand den Zugang zu den Schweizer Athleten nicht. Der im Mai angestellte Nachfolger des nicht mehr erwünschten Markus Cramer wurde als distanziert und teilnahmslos wahrgenommen. Nun teilte Swiss-Ski mit: "Braten konnte die Erwartungen nicht erfüllen. Es ist ihm nicht gelungen, das Vertrauen der Athleten zu gewinnen."

Nebst seiner Funktion als Cheftrainer war Braten als Nachfolger von Aukland auch für das Distanzteam um das Quartett Dario Cologna, Curdin Perl, Toni Livers und Remo Fischer zuständig. Der Stilwechsel behagte der Mannschaft offenbar nicht.

Vorerst werden die Langläufer nun ohne Cheftrainer auskommen müssen. Als Teammanagerin wurde die in Davos wohnhafte ehemalige Langläuferin und Diplomökonomin Guri Hetland verpflichtet. Sie wird zudem ad interim zusammen mit Fredrik Aukland das Distanzteam betreuen. Aukland, der letzte Saison eine Vertragsverlängerung aus privaten Gründen abgeschlagen hatte, wird Swiss-Ski 40 Tage im Jahr zur Verfügung stehen und nebenbei weiterhin als Privattrainer von Cologna arbeiten.

Neben Guri Hetland und Aukland besteht der Trainerstab der Langläufer aus Guris Ehemann Tor Arne Hetland (Sprint), Christian Flury (Frauen) und Bärti Manhart (B- und C-Kader).

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