Der FC Basel, Werder Bremen und Bayer Leverkusen engagieren sich im Westjordanland in einem Projekt der Scort Foundation.

Trainer der Fussballclubs zeigen 22 jungen Frauen und Männern aus den Palästinensischen Gebieten, wie sie Kindern Sozialkompetenzen durch Fussball vermitteln können.

Das Projekt wurde im Beisein von FCB-Präsidentin Gigi Oeri in der Region Betlehem gestartet, wie die Scort Foundation am Donnerstag mitteilte. Die Teilnehmenden sollen in vier Kursmodulen während eines Jahres zu Übungsleitern für Kinderfussball mit sozialen Kompetenzen sowie zu Multiplikatoren ausgebildet werden.

Die jungen Leute arbeiten in Hilfsorganisationen, Schulen oder Sporteinrichtungen der Region; dort sollen sie ihre neu erworbenen Kenntnisse auch anwenden und weitergeben. Ausbilder sind die Trainer Willy Schmid vom FCB, Ingo Goetze und Björn Schierenbeck von Bremen sowie Jörg Kappenhagen und Carsten Baumann von Leverkusen.

Die Scort Foundation wird von Gigi Oeri präsidiert und setzt sich nach eigenen Angaben für Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebensumständen ein. Mit ihrem Programm "Football Clubs for Developpement and Peace" bringt sie Spitzen-Fussballclubs zusammen, um entsprechende soziale Projekte durchzuführen.

Fussball soll dabei als Mittel zur Integration, Ausbildung, Wertevermittlung und Entwicklung genutzt werden. Hauptpartner in Betlehem ist laut der Mitteilung das Diyar Consortium, ein Verbund lutherisch-ökumenisch ausgerichteter Institutionen, der sich für die palästinensische Bevölkerung im Konfliktgebiet einsetzt.

Das Consortium übernehme zusammen mit andern Institutionen den nicht-fussballbezogenen Ausbildungsteil. Die seit 2007 tätige Scort Foundation hat ähnliche Projekte schon in Sri Lanka, Sudan oder Kosovo durchgeführt. Dem Stiftungsrat der Stiftung mit Sitz in Triesen (FL) und Geschäftsstelle in Basel gehört laut Website auch alt Bundesrat Adolf Ogi an.

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