Pole-Setter Sebastian Vettel feierte in Suzuka vor Mark Webber den dritten Saisonsieg. Derweil fuhren beide Sauber sowie Sébastien Buemi in die Punkteränge.

Mit seinem Triumph beim Grand Prix von Japan schloss Vettel, der bereits im Vorjahr an gleicher Stätte siegreich gewesen war, in der WM-Wertung zu Fernando Alonso auf (beide 206 Punkte), der nach zwei Siegen in Serie mit Platz 3 vorlieb nehmen musste. Vettels Red-Bull-Teamkollege Mark Webber baute mit Platz 2 die Führung im Gesamtklassement um drei auf 14 Zähler aus (220 Punkte).

Vettel und Webber hatten am Sonntagmorgen zunächst bereits im Qualifying dominiert und nahmen das Rennen von der Frontreihe aus in Angriff. Das McLaren-Duo Jenson Button (4.) und Lewis Hamilton (5.) kann drei Rennen vor Saisonende nicht mehr aus eigener Kraft Weltmeister werden.

Nachdem sintflutartige Regenfälle am Samstag die Austragung des Qualifyings verhindert hatten, präsentierte sich das Wetter in Suzuka am Renntag von seiner sonnigen Seite. Nicht zuletzt deshalb verlief das Rennen an der Spitze weitestgehend unspektakulär. Die fünf Titelkandidaten hatten ihre Positionen schnell bezogen.

Erstmals in dieser Saison klassierte sich die gesamte Schweizer Formel-1-Fraktion geschlossen in den Punkterängen. Die beiden Sauber-Fahrer Kamui Kobayashi und Nick Heidfeld belegten in Suzuka die Plätze 7 und 8, während der Waadtländer Sébastien Buemi im Toro Rosso als Zehnter abgewinkt wurde.

Mann des (Renn-)Tages aus Schweizer Sicht war mit Kamui Kobayashi ein Einheimischer. Der 24-Jährige bot seinen zahlreichen Fans eine fantastische Show. Er zog auf spektakuläre Weise an beiden Autos von Toro Rosso vorbei und schnappte sich auch noch Sauber-Teamkollege Nick Heidfeld und Rubens Barrichello im Williams. Besonders grossartig war Kobayashis zweite Begegnung mit dem Spanier Jaime Alguersuari (Toro Rosso-Ferrari), an dem er sich mit Fahrzeugkontakt vorbeipresste.

Nach zuletzt sechs Grands Prix in Folge ohne Punktegewinn durfte sich Sébastien Buemi als Zehnter einen WM-Punkt gutschreiben lassen. Dass dies nach dem bislang schlechtesten Qualifying in diesem Jahr gelang (Platz 18), war nicht unbedingt vorhersehbar. Buemi war nach dem Rennen sogar der Ansicht, dass für ihn noch mehr möglich gewesen wäre, hätte er früher auf die weichen Reifen gewechselt.

Suzuka. Grand Prix von Japan: 1. Sebastian Vettel (De), Red Bull-Renault. 2. Mark Webber (Au), Red Bull-Renault, 0,9 Sekunden zurück. 3. Fernando Alonso (Sp), Ferrari, 1,8. 4. Jenson Button (Gb), McLaren-Mercedes, 13,5. 5. Lewis Hamilton (Gb), McLaren-Mercedes, 39,5. 6. Michael Schumacher (De), Mercedes, 59,9. 7. Kamui Kobayashi (Jap), Sauber-Ferrari, 64,0. 8. Nick Heidfeld (De), Sauber-Ferrari, 69,6. 9. Rubens Barrichello (Br), Williams-Cosworth, 70,8. 10. Sébastien Buemi (Sz), Toro Rosso-Ferrari, 72,8.

WM-Stand (16/19): 1. Webber 220. 2. Alonso 206. 3. Vettel 206. 4. Hamilton 192. 5. Button 189. 6. Massa 128. 7. Rosberg 122. 8. Kubica 114. 9. Schumacher 54. 10. Sutil 47. 11. Barrichello 41. 12. Kobayashi 27. 13. Petrow 19. 14. Hülkenberg 17. 15. Liuzzi 13. 16. Buemi 8. 17. De la Rosa 6. 18. Heidfeld 4. 19. Alguersuari 3. - Teams: 1. Red Bull-Renault 426. 2. McLaren-Mercedes 381. 3. Ferrari 334. 4. Mercedes 176. 5. Renault 133. 6. Force India-Mercedes 60. 7. Williams-Cosworth 58. 8. Sauber-Ferrari 37. 9. Toro Rosso-Ferrari 11.

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