Im Gegensatz zum A-Team fehlt der Schweizer U21-Auswahl nur noch ein letzter kleiner Schritt zur EM-Qualifikation.

Nach dem 4:1-Heimsieg reicht dem Team von Pierluigi Tami heute in Malmö im Barrage-Rückspiel gegen Schweden ein Remis oder eine knappe Niederlage zur dritten EM-Teilnahme nach 2002 und 2004.

Mit beeindruckender Effizienz hatte die Schweizer Mannschaft am Donnerstag in Sitten die Schweden in die Schranken gewiesen. Vor allem die erste Halbzeit im Tourbillon war eine der besten Darbietungen dieses Teams in der gesamten Ausscheidungsphase gewesen. Und dies ohne François Affolter, Moreno Costanzo, Eren Derdiyok, Xherdan Shaqiri und Valentin Stocker, die alle ins A-Team aufgerückt sind, sowie Gaetano Berardi (gesperrt) und Hertha-Söldner Fabian Lustenberger (verletzt).

Trotz dem deutlichen Sieg im Hinspiel erwägt Trainer Tami den Einsatz von zwei bis drei frischen Kräften. Am ehesten denkbar ist ein Wechsel im Angriff, wo U17-Weltmeister Nassim Ben Khalifa den FCZ-Stürmer Admir Mehmedi ersetzen könnte. Gut möglich ist auch ein Einsatz von Pajtim Kasami, der als Joker in Sitten den wichtigen vierten Treffer erzielte, von Beginn weg im Mittelfeld. Noch ungewiss ist eine Rückkehr des im Hinspiel gesperrten Berardi, weil der Brescia-Verteidiger wegen Knieschmerzen am Samstag nicht mit der Mannschaft trainieren konnte.

Nach dem 4:1 in Sitten steht die Türe zur ersten EM-Teilnahme nach sieben Jahren Unterbruch weit offen. Erst zweimal schaffte eine Schweizer U21-Mannschaft bisher den Einzug unter die besten acht Teams Europas. Bei der Premiere 2002 im eigenen Land erreichte die Schweiz unter Trainer Bernard Challandes die Halbfinals, zwei Jahre später schied sie in Deutschland nach der Vorrunde aus. Nach geschaffter Qualifikation würde sich das Schweizer Team vom 11. bis 25. Juni 2011 in Dänemark im Kreis der Topnationen wiederfinden. Die besten drei Teams des EM-Turniers qualifizieren sich ausserdem für die Olympischen Spiele 2012 in London.

In den anderen sechs Barrage-Duellen schufen sich auch Tschechien (3:0 gegen Griechenland), Italien (2:0 gegen Weissrussland), England (2:1 gegen Rumänien), Spanien (2:1 gegen Kroatien) sowie überraschend die Ukraine (3:1-Auswärtssieg in Holland!) und Island (2:1 gegen Schottland) eine gute Ausgangslage für die nächste EM-Teilnahme. Die Teilnahme für die Barrage nicht geschafft hatte dagegen Titelverteidiger Deutschland, der in den Gruppenspielen hinter Tschechien und Island (!) nur Dritter wurde.

Swedbank-Stadion, Malmö. - 20 Uhr. - Schweiz: Sommer; Koch, Rossini, Klose, Pavlovic (Berardi); Kasami (Abrashi); Frank Feltscher, Fabian Frei, Hochstrasser, Zuber; Ben Khalifa (Mehmedi).

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