Spanien, Deutschland und Holland sind in der EM-Qualifikation weiterhin ohne Punktverlust. Ein Debakel erlebte die Türkei, die in Aserbaidschan verlor.

Deutschland gewann in Astana 3:0 und führt die Gruppe A ohne Punktverlust an. Die Equipe von Joachim Löw konnte ihre Vorteile erst nach dem Seitenwechsel in Zählbares ummünzen. Miroslav Klose eröffnete das Skore (48.) mit einem 58. Goal im 105. Länderspiel. Der Goalgetter musste sich kurz darauf mit Verdacht auf einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel auswechseln lassen. Kloses Ersatz, Mario Gomez, sorgte eine Viertelstunde vor dem Ende mit dem 2:0 für die Vorentscheidung. Lukas Podolski trug sich mit einem herrlichen Solo ebenfalls in die Torschützenliste ein, nachdem er die ersten beiden Treffer mustergültig vorbereitet hatte.

Die Türkei, Deutschlands hartnäckigster Rivale, hat sich derweil aufs Gröbste blamiert. Der EM-Halbfinalist von 2008 verlor beim Underdog Aserbaidschan (Nummer 102 der Weltrangliste) 0:1 - mit dem gleichen Resultat war in Baku im August 1996 bereits die von Rolf Fringer betreute Schweiz blossgestellt worden. Das entscheidende Tor erzielte ausgerechnet einer, der in der türkischen "Süper Lig" engagiert ist. Captain Raschad Farhad Sadygow von Eskisehirspor vollendete in der 38. Minute eine sehenswerte Corner-Variante.

Holland feierte in Amsterdam den zwölften Sieg in Folge in einem Qualifikationsspiel. In der Spitzenpartie der Gruppe E liess der WM-Finalist dem Gast aus Schweden (4:1) nicht den Hauch einer Chance. Erster Verfolger Hollands ist nun Ungarn, das in Finnland dank eines Tores in der 95. Minute 2:1 gewann.

In der Gruppe I gewann Spanien auch seinen dritten Einsatz, bekundete aber in Schottland einige Mühe (3:2). Der Weltmeister ging im Glasgower Hampden Park bis kurz nach der Pause 2:0 in Führung. Zunächst traf David Villa mit seinem 45. Tor im 69. Länderspiel(Egalisierung des spanischen Torrekords von Raul) und nach dem Seitenwechsel war Iniesta erfolgreich. Die Schotten führten innerhalb von elf Minuten den Gleichstand wieder her, ehe der eingewechselte Baske Fernando Llorente in der 79. Minute das entscheidende 3:2 schoss.

Frankreich kam in Metz gegen Luxemburg zum Pflichtsieg. Karim Benzema und Yoann Gourcuff schossen die "Equipe tricolore" zum wenig ruhmreichen 2:0-Erfolg. Obwohl die Franzosen über eine halbe Stunde lang in Überzahl agieren konnten, erspielten sie sich kaum Torchancen. Erster Verfolger von Frankreich in der Gruppe D ist Weissrussland, das Albanien 2:0 schlug.

Portugal feierte auch im zweiten Ernstkampf unter dem neuen Trainer Paulo Bento einen "Dreier". Die Lusitaner holten unter dem Nachfolger des entlassenen Carlos Queiroz ein 3:1 auf Island.

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