Jelena Dementjewa ist völlig überraschend vom Profisport zurückgetreten.

Die Neuntplatzierte im WTA-Ranking verkündete ihren Entscheid am Masters in Doha nach der Niederlage gegen Francesca Schiavone (4:6, 2:6) und dem damit verbundenen Ausscheiden.

Die 29-jährige, stets erfrischend normal gebliebene Moskowiterin war seit 12 Jahren Profi. Ihr Karriere-Highlight war zweifelsfrei der Gewinn der Olympia-Goldmedaille in Peking, daneben erreichte sie auch zwei Finals bei Grand-Slam-Turnieren (Paris und US Open 2004). Die äusserst athletische Blondine mit den harten Grundschlägen gewann 16 Titel auf der WTA-Tour und spielte fast 15 Millionen US-Dollar Karriere-Preisgeld ein.

Ihr bestes Ranking war die Nummer 3 auf der WTA-Tour und wenn sie nur über einen halbwegs akzeptablen Aufschlag verfügt hätte, wäre sie gewiss auch die Nummer 1 geworden. In diesem Jahr machten ihr nur zahlreiche Verletzungen zu schaffen. "Es ist enorm schwierig, aufzuhören", sagte Dementjewa, die mit Eishockey-Star Maxim Afinogenow liiert ist.

Zahlreiche Konkurrentinnen und ihre Mutter und langjährige Trainerin waren auf dem Court, als Dementjewa die Neuigkeit per Mikrofon bekanntgab. Landsfrau Vera Swonarewa würdigte - mit Tränen in den Augen - ihre Kontrahentin: "Russland ist stolz auf dich. Du hast nicht nur dem Tennis, sondern dem gesamten russischen Sport viel gegeben und warst ein Vorbild für den Nachwuchs."

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