Heute Sonntag stehen in der Axpo Super League eine Spitzenpartie (Luzern - Basel/ ab 12.45 Uhr) und ein Kellerduell (GC - St. Gallen/a 16.00 Uhr) im Programm.

87-mal spielten Luzern und Basel seit 1960 gegeneinander, nur einmal (!) gab es ein 0:0. Zuletzt siegte der FCL in Basel 4:1 und löste den FCB an der Tabellenspitze ab. Daniel Gygax, Hakan Yakin (2) und Janko Pacar erzielten am 14. August die Luzerner Treffer zum sensationellen 4:1-Erfolg im St.-Jakob-Park. Es war die höchste Heimniederlage der Basler im neuen Stadion. Seit jenem Samstag und bis am letzten Samstag und dem 1:4 in Sitten vermochten die überraschenden Innerschweizer die nach jener Partie eroberte Tabellenführung zu behaupten.

Die Basler werden versuchen, Revanche für die Demütigung im Sommer zu nehmen. Sie wollen auch auf keinen Fall die am Samstag nach acht Spielen ohne Niederlage zurückeroberte Tabellenführung bereits wieder abgeben. "Wir wollen unseren knappen Vorsprung auf nicht nur bewahren, sondern ausbauen", sagt FCB-Trainer Thorsten Fink in seiner selbstbewussten Art. Der Deutsche ist nicht unglücklich, dass auf das "emotionale, nur resultatmässig missglückte Spiel gegen die AS Roma sogleich ein Topspiel in der Liga mit einem ebenfalls besonderen Ambiente folgt. Konzentrations- oder Motivationsprobleme sollten so von Anfang an kein Thema sein.

Tore sind in den Begegnungen zwischen Luzern und Basel selten Mangelware. 305 Treffer sind in den bisher 87 Duellen seit 1960 gefallen, also 3,5 im Schnitt pro Spiel. Diesen Durchschnitt haben die beiden Kontrahenten in den letzten beiden Begegnungen gar noch übertroffen. Im April gewann der FCB 5:0, im August siegte der FCL 4:1. Wer in den Annalen nachforscht, findet beinahe unglaubliche Ergebnisse: 7:4, 8:2, 4:4, 5:2, 4:3 oder jüngst ein 5:4, das als sogenanntes Jahrhundertspiel bezeichnet worden war. Nur ein torloses Ergebnis war kaum zu finden. Das einzige 0:0 in den letzten 50 Jahren hatte es am 25. Mai 2000 gegeben.

Erst einen Sieg haben die Grasshoppers diese Saison erringen können. Wie der 4:1-Erfolg der Luzerner in Basel ereignete sich der "historische" Saisonsieg der Zürcher ebenfalls am 14. August -- in St. Gallen, das nun am Sonntag im Letzigrund zum Rückspiel antritt, gestärkt durch die Erfolgsmeldung über die finanzielle Rettung. Triumphieren die Ostschweizer auch auf dem grünen Rasen, dann ist auch die sportliche Rettung etwas näher gerückt. Der Vorsprung auf das durch viel Verletzungspech gebeutelte Schlusslicht GC würde auf sieben Punkte anwachsen.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel