In den Achtelfinals des Schweizer Cups sind heute Samstag vier Teams der Axpo Super League engagiert. Der FC Zürich spielt ab 15 Uhr auswärts in Tuggen, um 19 Uhr stehen die Partien Servette gegen Basel und St. Gallen gegen Thun an.

An diesem Wochenende entscheidet sich, wer im Schweizer Fussball-Cup überwintern darf. Mindestens zwei Mannschaften aus der obersten Spielklasse werden sich nun verabschieden, weil St. Gallen und Thun sowie am Sonntag Neuchâtel Xamax und Bellinzona aufeinander treffen.

Die Fahnen der "Kleinen" hält der FC Tuggen hoch. Der Spitzenreiter der 1.-Liga-Gruppe 3, der vom ehemaligen Nationalliga-A-Stürmer Adrian Allenspach betreut wird, musste zuerst den oberklassigen FC Wil und den FC Grenchen aus dem Weg räumen, um das grosse Los zu ziehen. Tuggen verspricht sich vom Vergleich mit dem FCZ ein Fussball- und Dorffest. Es ist ein Highlight in der 44-jährigen Klubgeschichte. Die Verantwortlichen der Nummer 1 des Kantons Schwyz hoffen auf ein anständiges Resultat, einen Zustupf für die Vereinskasse und einen Zuschauer-Rekord. Den bisher grössten Fan-Aufmarsch an der Linthstrasse hat es im Sommer 2007 gegeben, als beim Test gegen Borussia Dortmund (0:8) mehr Leute auf dem Sportplatz versammelt waren (3600), als Tuggen Einwohner hat.

Der FC Basel hat etwas gut zu machen. Die Heimblamage gegen Thun am vergangenen Wochenende ist trotz der Länderspiel-Pause nicht in Vergessenheit geraten. Ein nächster Fehltritt bei einem Aussenseiter würde das verwöhnte Basler Publikum weiter verärgern. Thorsten Fink möchte im Stade de Genève im Hinblick auf den wichtigen Champions-League-Termin vom Dienstag gegen CFR Cluj (Rum) Moral tanken. Weil der FCB bald wieder in der "Königsklasse" im Einsatz steht, dürfte Fink gegen Servette beim Erstellen der Anfangsformation das Rotations-Prinzip anwenden. So wird möglicherweise auch Alex Frei zu Beginn auf der Ersatzbank sitzen.

Die letzte Partie zwischen St. Gallen und Thun (2:1 vor drei Wochen) verlief turbulent. In der Schlussphase ging es drunter und drüber. Ein St. Galler lag am Boden, doch die Thuner weigerten sich, den Ball ins Out zu befördern. Im Zuge der anschliessenden Rudelbildung wurde FCSG-Goalie Germano Vailati wegen einer angeblichen Tätlichkeit mit Rot vom Rasen geschickt. Vailati ist wieder spielberechtigt. Ob er heute auflaufen darf, ist jedoch fraglich. Daniel Lopar erwies sich als kompetenter Stellvertreter. Trainer Uli Forte hat die Qual der Wahl. Überdies warnt St. Gallens Coach davor, Thun erneut so viele Tormöglichkeiten zuzugestehen wie Ende Oktober.

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