Roger Federer strebt ab heute Sonntagabend (21 Uhr) bei den World-Tour-Finals in London den fünften Triumph an. Erster Gegner ist der Spanier David Ferrer.

Federer trifft in der Vorrunde nach dem Spiel gegen Ferrer noch auf Robin Söderling (Sd) und Andy Murray (Gb). Rafael Nadal und Novak Djokovic spielen gegen Andy Roddick und Tomas Berdych um einen Halbfinalplatz.

Im Gegensatz zum letzten Jahr steht die Weltrangliste beim Saisonfinale diesmal nicht im Vordergrund. Die ersten beiden Positionen im Ranking sind verteilt: Rafael Nadal wird zum zweiten Mal nach 2008 auf dem Spitzenrang überwintern, Roger Federer hat die erste Verfolgerposition auf sicher. Fast 4000 Punkte hat der Spanier Reserve auf den Schweizer. Der beeindruckende Vorsprung widerspiegelt die Kräfteverhältnisse über die ganze Saison gesehen. Nadal gewann drei der vier Grand-Slam-Turniere.

Trotzdem gehört die Favoritenrolle in London Federer. Der Baselbieter hatte nach seinem 16. Grand-Slam-Erfolg in Melbourne zwar einige unbefriedigende Monate, seine phänomenale Serie mit 23 Major-Halbfinals endete in Roland Garros, und auch in Wimbledon bedeutete der Viertelfinal Endstation. Doch in den letzten Wochen war er der Dominator auf der ATP-Tour. Er triumphierte in Stockholm und Basel. Einziger Wermutstropfen eines starken Herbstes war die überraschende Halbfinal-Niederlage in Paris-Bercy gegen Gaël Monfils nach fünf vergebenen Matchbällen.

Mit einem weiteren, dem fünften Triumph beim Saisonfinale würde Federer mit den Rekordhaltern Ivan Lendl und Pete Sampras gleichziehen. Zudem ist London ein Eckpfeiler in seiner Karriere. Wimbledon ist eine Art Geburtsstätte des grössten Tennisspielers aller Zeiten, und die Olympischen Spiele 2012 in der englischen Hauptstadt sind ein seit geraumer Zeit anvisiertes, wichtiges Fernziel.

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