In der Gruppe A der Champions League können sich Titelverteidiger Inter Mailand und Tottenham Hotspur mit Heimsiegen die Achtelfinal-Qualifikation sichern.

Gerade die Norditaliener stehen aber unter gewaltigem Druck. Beim italienischen Serienmeister der letzten Jahre geht es gegen Twente Enschede für alle um viel, ganz besonders aber für Trainer Rafael Benitez. Seit die "nerazzurri" von einer Niederlage in die andere schlittern und auch noch mitansehen müssen, wie ihr einstiges Liebkind Zlatan Ibrahimovic nun den verhassten Stadtrivalen Milan von Sieg zu Sieg schiesst, hat der Wind gedreht. Eine Niederlage gegen die Holländer, davon geht man in der Lombardei aus, würde den spanischen Fussball-Lehrer wohl den Job kosten.

Gegen Twente muss Benitez auf die verletzten Maicon, Walter Samuel, Christian Chivu und Coutinho verzichten, bei Stürmerstar Samuel Eto'o bestehen speziell nach seiner Meisterschaftssperre (3 Spiele für einen Kopfstoss) nicht nur Zweifel am Formstand, sondern auch an der Stabilität des Nervenkostüms. Für den Gastgeber spricht vor allem die Statistik: Inter hat die letzten sechs Champions-League-Heimspiele gewonnen.

Tottenham startet gegen den noch sieglosen Tabellenletzten Werder Bremen als klarer Favorit ins Duell an der White Hart Lane. In den letzten drei internationalen Heimspielen hat der Qualifikations-Bezwinger der Young Boys nicht weniger als elf Tore geschossen und zuletzt beim 3:1 gegen Inter geglänzt, angetrieben von einem überragenden Gareth Bale.

Punkto Emotionen dürfte der Höhepunkt des Tages in Glasgow stattfinden, wo die Rangers die Stars von Manchester United empfangen. Sir Alex Ferguson, der einst für die Rangers spielte (35 Tore in 66 Spielen), will dabei in seiner Heimatstadt versuchen, die Serie von acht Siegen in den letzten neun Champions-League-Auswärtsspielen fortzusetzen oder mindestens den noch nötigen Punkt zum Weiterkommen zu holen. Walter Smith, einst Assistent von "Sir Alex" sowohl bei der schottischen Nati (WM 1986) als auch bei ManU (2004), dürfte indes andere Pläne haben.

In der Gänsehaut-Atmosphäre zu Glasgow steht auch ein halbes Dutzend Schweizer im Einsatz. Massimo Busacca arbitriert den Knüller, assistiert von Matthias Arnet und Manuel Navarro, hinzu kommen Sascha Kever (vierter Unparteiischer) sowie als Ersatz-Assistenten Claudio Circhetta und Stephan Studer.

In der Gruppe B könnte Lyon mit einem Sieg im Spitzenkampf in Gelsenkirchen gegen das zuletzt leicht erstarkte Schalke das Achtelfinal-Ticket ebenso lösen wie der FC Barcelona in der Gruppe D. Die Startruppe um Lionel Messi tritt bei Panathinaikos Athen an und benötigt unter Umständen nur ein Remis.

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