Am ersten Tag der Kurzbahn-Europameisterschaften in Eindhoven vermochte Danielle Villars als einzige Schweizerin die Vorläufe zu überstehen.

Villars verbesserte im Vorlauf über 100 m Crawl ihre Bestzeit um 1,18 Sekunden auf 55,18 und blieb damit lediglich um 19 Hundertstel über dem Schweizer Rekord von Seraina Prünte aus dem Jahr 2007. Im Halbfinal schwamm die 17-jährige Zürcherin 55,54, womit sie die Königsdisziplin im 16. Rang beendete. Villars nimmt erstmals an internationalen Meisterschaften bei den Erwachsenen teil.

Den 12. Platz belegte Lukas Räuftlin über 200 m Rücken. Mit 1:57,52 gelang ihm ebenfalls eine persönliche Bestleistung (zuvor 1:58,04) - wie auch Colin Bridier (25./1:00,83, zuvor 1:01,52) und Yannick Käser (33./1:02,22, zuvor 1:02,85) über 100 m Brust sowie Flori Lang (25./54,03, zuvor 54,05) über 100 m Delfin.

Enttäuschend verlief der EM-Auftakt für Stéphanie Spahn, der über 50 m Brust Finalchancen eingeräumt worden waren. Die 19-jährige Athletin des SC Uster-Wallisellen war im Vorlauf mit 32,15 um 77 Hundertstel langsamer als bei ihrem am 31. Oktober in Berlin aufgestellten Schweizer Rekord und wurde lediglich 22. Mit ihrer Bestmarke wäre sie im Halbfinal Neunte geworden.

Einen grossen Tag erlebten die Deutschen. Von den acht Goldmedaillen, die gestern vergeben wurden, holten sie sechs - zwei gingen an Ungarn. Bei den Männern räumten sie mit fünf Titeln komplett ab, wobei Markus (200 m Lagen, 4x50 m Lagen) und Steffen Deibler (50 m Crawl, 4x50 m Lagen) zweimal das oberste Podest bestiegen. Der deutsche Superstar Paul Biedermann, der 2009 bei den Langbahn-Weltmeisterschaften in Rom Michael Phelps bezwungen und über 200 und 400 m Crawl triumphiert hatte, feierte über 400 m Crawl den dritten Sieg in Serie an Kurzbahn-EM. Auch Evelyn Verraszto konnte über 200 m Lagen den Titel verteidigen.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel