Beim Weltcup-Auftakt der Bobfahrer im Olympia-Eiskanal in Whistler (Ka) konnte der einzige Schweizer Steuermann Gregor Baumann nicht mit der Spitze mithalten.

Im Zweier-Rennen belegte der St. Galler mit seinem Anschieber Thomas Küttner, einem gebürtigen Deutschen, den 10. Rang. Das Duo büsste auf den überraschenden Sieger Manuel Machata (De 2) 1,56 Sekunden ein, wichtige Hundertstel gingen bereits am Start verloren. Die Top 8 lagen ausser Reichweite. Baumann konnte nur drei krasse Aussenseiter hinter sich lassen. Auf der Hochgeschwindigkeits-Bahn in Whistler gingen in der Nacht auf Freitag lediglich 13 Teams an den Start. Verschiedene Equipen haben auf die Reise in den Westen Kanadas verzichtet.

Der neue Schweizer Bob-Sportchef Sepp Plozza hatte im Vorfeld gewarnt, man dürfe von Gregor Baumann aufgrund mangelnder Routine noch nicht allzu viel erwarten. Der 27-jährige Toggenburger absolvierte im Whistler Sliding Centre erst sein zweites Weltcup-Rennen als Pilot, nachdem er im vergangenen Winter in Altenberg (17.) auf höchster Stufe sein Debüt gegeben hatte. Als bisher grösster Erfolg Baumanns gilt der Junioren-WM-Titel im Zweier von 2008.

Dass fehlende Erfahrungen nicht zwingend ein Nachteil sein müssen, hat Manuel Machata in Whistler eindrucksvoll bewiesen. Der 26-jährige Bayer sicherte sich bei seiner Weltcup-Premiere gleich den Sieg. Er verwies mit Andreas Bredau seinen höher eingestuften Landsmann Karl Angerer und den Kanadier Lyndon Rush um jeweils 19 Hundertstelsekunden auf Platz 2. Machata sorgte bislang erst im Nachwuchs und im Europacup für Furore. Er ist nach dem Rücktritt des Überfliegers André Lange einer der deutschen Hoffnungsträger für die Zukunft.

Keinen guten Tag erwischte Steven Holcomb. Der bullige Amerikaner, der sich in diesem Februar in Whistler zum Olympiasieger im Vierer gekrönt hatte, musste sich zum Weltcup-Auftakt mit dem 7. Rang begnügen.

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