Im Stade de Suisse wähnten sich die Anwesenden am Mittwochabend für einmal eher beim Biathlon oder Eishockey als beim Fussball -- sofern sie sich überhaupt hatten einen Weg durch das Berner Schneechaos bahnen können.

"Pulver gut" hätte es in einem "Pistenbericht" geheissen. Der Kunstrasen war komplett mit der weissen Pracht überzogen, die Linien teilweise nicht sichtbar. Der Winter war mit voller Wucht über die Bundeshauptstadt hereingebrochen. Der Verkehr kollabierte, die Zufahrtsstrassen zur YB-Arena waren hoffnungslos verstopft. Dies hatte kilometerlange Staus zur Folge. Vom Tohuwabohu waren auch Medienschaffende betroffen, wie etwa SF-Kommentator Dani Kern, der offenbar für die Strecke Zürich - Bern fünf Stunden benötigte und erst im Laufe der Partie sein Mikrophon übernehmen konnte.

Angeblich war erwogen worden, das Spiel um einen Tag zu verlegen. Dies hätte aber wohl beiden Klubs nicht in den Kram gepasst. Sowohl für YB als auch für Stuttgart stehen bereits am Samstag sehr wichtige Begegnungen im Programm. Die Berner gastieren in der Axpo Super League bei Meister Basel, der in der Bundesliga vom Abstieg bedrohte VfB empfängt Hoffenheim.

Aufgrund der witterungsbedingten Probleme wurde als erste Massnahme der Anpfiff um 30 Minuten verschoben. Um 19.30 Uhr gab dann der israelische Schiedsrichter Alon Yefet grünes Licht. Reibungslos konnte das Geschehen nicht abgewickelt werden. Es schneite unaufhörlich. Die jeweiligen Halbzeiten wurden unterbrochen, damit die Spieler für Pflüge und Schneeschipper Platz machen konnten. Sogar Gäste-Goalie Marc Ziegler nahm einen Besen in die Hand. Der Match bewegte sich am Rande der Regularität.

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