Simon Ammann erreichte beim ersten von zwei Weltcupspringen in Lillehammer den ansprechenden 6. Rang.

Simon Ammann untermauerte seinen Ruf als Wettkampftyp. In den drei Trainingssprüngen schaffte er es nie in die Top Ten. Doch wenn es zählt, ist der vierfache Olympiasieger zur Stelle. Sein sechster Rang ist keine Enttäschung, zumal zu einem dritten Rang, wie er ihn in den beiden ersten Springen in Kuusamo und Kuopio geschafft hatte, umgerechnet bloss 2,5 Meter fehlten.

Der Toggenburger, der 3 seiner 17 Weltcupsiege auf dem Olympiabakken von Lillehammer eingeflogen hatte, hielt nach dem ersten Durchgang mit 133,5 Metern und Rang 6 den Kontakt zur Spitze. Sein Flug veranschaulichte erneut den Vorteil der neuen Wind- und Anlaufregel. Ohne die Pluspunkte wegen der schlechten Winde wäre er in diesem Wettkampf chancenlos gewesen. Die Jury bewies ein gutes Händchen, indem sie das Anlauf-Gate im ersten Durchgang zweimal veränderte und so einen spannenden und fairen Wettkampf ermöglichte. Im zweiten Umgang hatte der Schweizer erneut ungünstige Winde und hielt mit 130 Metern den Schaden in Grenzen.

Morgenstern hinterlässt derzeit den stärksten Eindruck. Der Olympiasieger von 2006 feierte seinen 15. Weltcupsieg. Die Norweger Johan Remen Evensen und Tom Hilde blieben trotz exzellenten Flügen chancenlos. Gregor Schlierenzauer ist in dieser Saison noch nicht richtig angekommen. Zum dritten Mal in Serie verpasste er die Top Ten.

Weltmeister Andreas Küttel war zum Zuschauen verurteilt. Er war wie auch Marco Grigoli am Freitagabend in der Qualifikation gescheitert. Am Sonntag erhält der Einsiedler auf seiner Lieblingsschanze einen zweiten Versuch.

Lillehammer (No). Skispringen. Weltcup. Schlussklassement: 1. Thomas Morgenstern (Ö) 281,4 (138,5 m/137,5 m). 2. Johan Remen Evensen (No) 276,9 (138,5/136). 3. Tom Hilde (No) 272,8 (138,5/134). 4. Andreas Kofler (Ö) 270,9 (137/132,5). 5. Adam Malysz (Pol) 269,9 (136,5/133). 6. Simon Ammann (Sz) 268,8 (133,5/130). 7. Matti Hautamäki (Fi) 264,7 (130,5/130,5). 8. Ville Larinto (Fi) 258,8 (135,5/126). 9. Daiki Ito (Jap) 256,3 (132,5/125). 10. Anders Bardal (No) 255,7 (133/125,5). 11. Anders Jacobsen (No) 255,3 (133/127,5). 12. Shohei Tochimoto (Jap) 250,5 (132,5/128). 13. Manuel Fettner (Ö) 250,2 (128,5/129). 14. Gregor Schlierenzauer (Ö) 248,7 (133/128). 15. Emmanuel Chedal (Fr) 248,0 (134/127). -- Bemerkungen: Andreas Küttel (Sz) und Marco Grigoli (Sz) in der Qualifikation gescheitert.

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